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Passt Ihre Workstation zu Ihrem Beruf?

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Workstations: große, graue Kisten – oder doch nicht?

Verwenden Sie eine spezielle Software für Ihren Beruf? Erstellen oder bearbeiten Sie große Bilder, Videos oder Audiodateien? Oder sind Sie in kreative Prozesse involviert, bei denen solche Inhalte verwendet werden?

Wenn ja, kommen Sie vermutlich nicht mit einem herkömmlichen PC aus und benötigen eine echte Workstation. Das ist ein Gerät, das speziell für Ihre Arbeit ausgelegt ist und nicht voll unerwünschter Soft- oder Hardware steckt, die für Sie ohne Belang ist und Ressourcen beansprucht.

Vom bloßen Dienstleister zum Mehrwertschöpfer

Wer beruflich in erster Linie mit Office-Dokumenten, E-Mails und Webinhalten zu tun hat, braucht in der Regel nicht mehr als einen handelsüblichen PC. Wer aber speziellere Bedürfnisse hat, braucht auch speziellere Lösungen.

Grafikdesigner und Webentwickler zum Beispiel sind bei der Bildbearbeitung auf eine gestochen scharfe Darstellung angewiesen – und das erfordert wiederum die richtige Grafikkarte. Content-Entwickler, die mit Videos arbeiten, benötigen sehr schnelle Laufwerke und viel Speicherplatz. Nur so werden die Inhalte den Erwartungen der Endnutzer gerecht. Ingenieure und Architekten müssen mit großen, hochdetaillierten und hochauflösenden Dateien arbeiten – und diese auch mit Kollegen austauschen können. Dafür sind spezielle Speicher- und Darstellungsfunktionen nötig.

Groß, klein oder All-in-One?

Does your workstation suit your job-Body Text ImageIm Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass eine Workstation größer als ein durchschnittlicher PC ist.  Aber das muss nicht unbedingt der Fall sein.

Natürlich gibt es immer noch turmartige Systeme. Diese Geräte bieten ein Höchstmaß an Flexibilität: Man kann den Speicherplatz direkt am Gerät erweitern, Grafikkarten austauschen oder ergänzende, spezielle Subsysteme wie PCIe-basierte Videokonverterkarten hinzufügen.

Aber nicht jeder braucht ein solches Maß an Flexibilität. Weiterer Speicherplatz kann unkompliziert über NAS-basierte Systeme hinzugefügt werden, was den zusätzlichen Vorteil hat, dass dieser gemeinsam genutzt und einfacher über mehrere Workstations migriert werden kann.  Die Technologieentwicklung schreitet immer weiter voran, und viele Workstation-Benutzer müssen feststellen, dass der Austausch einer Grafikkarte letztlich zu Hardware-Leistungsproblemen im Übrigen alten Gerät führt.

Wer ein System sucht, das eine gewisse Flexibilität gewährleistet und dabei weniger Platz beansprucht, der sollte einen mobilen Ansatz in Erwägung ziehen und ein Notebook anschaffen. Es ist längst nicht mehr richtig, Notebooks als Kompromisslösung von Leistung und Mobilität zu betrachten: Auf dem Markt sind zahlreiche extrem leistungsstarke Workstation-Notebooks mit großen Bildschirmen erhältlich.

Und schließlich wäre da noch das System All-in-One (AIO). Das Design dieser Workstations beruht auf dem Konzept, dass ein großer Bildschirm auf möglichst wenig Platz untergebracht wird. Die Lösungen sind so konzipiert, dass sämtliche Hauptkomponenten (außer Tastatur und Maus/Digitalisierer) in einem einzigen Kasten Platz finden – nämlich im Bildschirm selbst. Auch AIO-Systeme gehen in puncto Form und Leistung keine Kompromisse mehr ein. Sie sind sinnvolle Optionen für all jene, die wenig Veränderungsbedarf beim Hardware-Setup erwarten.

An letzter Stelle sind Rack-basierte Workstations zu nennen. Diese sind hauptsächlich für Umgebungen interessant, die in hohem Maße auf Zusammenarbeit ausgerichtet sind. Zur Zielgruppe gehören beispielsweise Personen, die digitale Videos bearbeiten und große Arbeitsdateien mit Kollegen austauschen müssen. Rack-basierte Workstations ermöglichen das über die Integration leistungsstarker, gemeinsamer Speichersysteme, über virtualisierte Desktops, die mit bestimmten Benutzern geteilt werden, etc.

Sie haben die Wahl

Die Welt der Workstations verändert sich kontinuierlich. Wer heute eine spezialisierte Computerumgebung braucht, hat mehr Auswahl als je zuvor. Man findet auch Modelle, die nicht nur den gewünschten Zweck erfüllen, sondern auch persönliche, ästhetische Erwartungen. Workstations sind längst nicht mehr große, graue Kisten.

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Clive Longbottom

Clive Longbottom

Clive Longbottom arbeitet seit etwa 25 Jahren als Branchenanalyst. Als ausgebildeter Chemieingenieur betrachtet er fast alles prozessorientiert. Clive war in verschiedenen Positionen in mehreren mittelständischen und großen Unternehmen tätig. Deshalb kennt er die Bedürfnisse von Unternehmen genau – und die Tatsache, dass es gar nicht notwendig ist, ständig neue Technologien anzuschaffen. Für Clive ist der ausschlaggebende Aspekt folgender: „Welche Vorteile könnte das mir, meinem Team, meiner Abteilung, meinem Unternehmen, meiner Wertschöpfungskette bringen?“. Wenn man diese Überlegungen anstellt, findet man schnell heraus, welche Technologien raffiniert, aber wenig nützlich sind - und welche essentiell und häufig auch recht einfach sind.

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