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Heute IT-Experte, morgen Technologiestratege

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 Human resource concept

 

Bedeutet dies das Ende der IT-Abteilungen?

Cloud-Computing ist zweifelsohne ein disruptives Geschäftsmodell. Es ist im Begriff, beinah alle Elemente der Datenverarbeitungsbranche zu verändern. Dies betrifft auch die Aufgaben der Technologen selbst, insbesondere wenn sie Mitglieder von IT-Teams in Unternehmen sind.

Zu Beginn der Entwicklung der Cloud waren Prophezeiungen weitverbreitet, die besagten, dass die Anzahl an IT-Jobs in Unternehmen drastisch sinken würde. Das führte dazu, dass viele Mitarbeiter von IT-Teams geneigt waren, die Implementierung von Cloud-Technologien zu bremsen, um ihre eigenen Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Seitdem haben sich die Wogen jedoch etwas geglättet und die vorausgesagten Entlassungen sind nicht erfolgt.

Stattdessen sind einige neue Trends aufgekommen. Viele Mitarbeiter, die lieber direkt mit der Technologie arbeiteten, deren Aufgaben innerhalb des Unternehmens jedoch abgenommen haben, sind jetzt für Anbieter von Cloud-Diensten oder in der Lieferkette für Cloud-Dienste tätig.

Produktionsanwendungen in Zeiten der Cloud

cFür die restlichen Mitarbeiter besteht jetzt und auch in Zukunft weiterhin Bedarf an Technologen in Unternehmen, da die Migration von Produktionsanwendungen zur Cloud in Großunternehmen voll im Gange ist. Dies gilt auch für kleinere Unternehmen, da dank der Cloud jetzt die Arten von Services für sie verfügbar sind, die sich zuvor nur Großunternehmen leisten konnten, z. B. in den Bereichen Lieferkettenmanagement, Analysen und Customer Relationship Management. Das bedeutet, dass auch in diesen Organisationen ein Bedarf an Technologen besteht, die in der Lage sein müssen, mehrere Clouds zu verwalten, Infrastrukturen zu integrieren und Datenbanken zu verwalten.

Doch ganz gleich, in welchem Bereich IT-Teammitglieder schließlich landen, unternehmerische Fähigkeiten sind immer erforderlich. Da technische Komplexität nach wie vor verwaltet und gelöst werden muss, stehen Kenntnisse der Geschäftsanforderungen und die Anforderung zur Umsatzverbesserung aller Wahrscheinlichkeit nach hoch im Kurs. Das bedeutet, dass die IT-Mitarbeiter das Unternehmen dabei unterstützen müssen, technologische Entscheidungen aus geschäftlicher und nicht aus technologischer Sicht zu treffen. Sie müssen in der Lage sein, das Unternehmen bei der besten und erfolgreichsten Technologieintegration zu unterstützen. So haben Organisationen ihren IT-Mitarbeitern jetzt Rollen wie Business Analyst, Business Architect, Anwendungsentwickler, technischer Analyst oder Positionen im Bereich der Benutzerbetreuung zugewiesen.

Das Zeitalter der Technologiestrategen

Anders ausgedrückt werden diese Mitarbeiter zu Technologiestrategen. Ihr Spezialgebiet wird die Datenverwaltung, damit das Unternehmen seine Geschäftsumgebung mithilfe von Technologien wie Big Data-Analysen und dem Internet of Things besser verstehen kann. Gleichzeitig müssen die Technologiestrategen sicherstellen, dass gesammelte Unternehmensdaten auf strukturierte Weise organisiert, verarbeitet und gesichert werden, wie es den jeweiligen Geschäftsanforderungen entspricht.

Keine dieser Verschiebungen in Richtung Cloud und zugehörigen Technologien bedeutet also, dass ein umfassendes technologisches Verständnis nicht mehr vonnöten sein wird. Das genaue Gegenteil ist der Fall, da sich die Technologie in einem atemberaubenden Tempo weiterentwickelt. Werfen Sie nur einen Blick auf die Entwicklungen der letzten fünf Jahre in den Bereichen softwaredefinierte Massenspeicher, Netzwerke und Rechenzentren, neue Datenbanktechnologien, objektorientierte Massenspeicher und neue Virtualisierungstechnologien wie z. B. Containererstellung, um sich von dieser Tatsache zu überzeugen.

Stattdessen braucht jedes einzelne Teammitglied eine geschäftsmodellorientierte Neuausrichtung: Wer bei der Entscheidungsfindung an allererster Stelle an die geschäftlichen Vorteile denkt, kann höchstwahrscheinlich von einem gesicherten Arbeitsplatz ausgehen.

 

 

Manek Dubash

Manek Dubash

Manek Dubash ist Analyst und Technikjournalist mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Mit Schwerpunkt auf Unternehmenstechnologie beschreibt und kommentiert er Themen der Unternehmensinfrastruktur für eine Reihe von Websites mit großem Einfluss auf die Branche. Seine Artikel erscheinen nicht nur in überregionalen Zeitungen, sondern auch in technischen Fachzeitschriften und auf Technik-Websites. Darüber hinaus hatte er leitende Positionen bei größeren, im freien Verkauf vertriebenen Zeitschriften inne – unter anderem war er Chefredakteur beim PC Magazin – und hat für Analyse- und Forschungsdienstleister wie Datamonitor und STL Partners gearbeitet.

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