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BYOD, Produktivität und die Work-Life-Balance

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 BYOD, Produktivität und die Work-Life-Balance

 

Gönnen Sie sich genug Zeit, in der Sie beruflich und telefonisch nicht erreichbar sind?

Die Diskussion um BYOD hat sich seit ihren Anfängen weiterentwickelt. Zunächst waren Unternehmen geneigt, die gesamte Umgebung abzusperren und nur Geräten Zugriff auf Netzwerk und Unternehmensdaten zu gewähren, die sie selbst genehmigt und erworben hatten.

Heute hingegen unterstützen laut Untersuchungen von Evolve IP rund 95 % aller Organisationen Mobilitäts- und BYOD-Initiativen. Manager und Führungskräfte arbeiten jetzt mehr als zehn Stunden pro Woche von einem Remote-Standort aus und ihr Arbeitstag hat sich um eine halbe Stunde verlängert, da sie auch auf dem Weg zur Arbeit in Verbindung bleiben können. Auf diese Weise profitieren Organisationen mit entsprechenden BYOD-Initiativen von den Vorteilen ihrer Mobilitätsprogramme, zu denen auch eine gesteigerte Produktivität gehört. Die meisten Mitarbeiter gaben in den Untersuchungen zudem an, dass sie die Möglichkeit, jederzeit und überall in Kontakt zu bleiben, positiv bewerteten.

Work-Life-Balance

bodyIst es aber wünschenswert, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit derart verschwimmt? Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen heute bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten, nicht weil sie unbedingt wollen, sondern weil sie sich dazu verpflichtet fühlen. Man könnte argumentieren, dass die betroffenen Mitarbeiter unter diesen Umständen bei der Personalabteilung vorstellig werden sollten, doch der Druck von Kollegen und Vorgesetzten kann bedeuten, dass auch diese nicht viel dagegen tun kann. Stattdessen wäre vielleicht eine Änderung der Unternehmenskultur erforderlich, bei der mehr Wert auf Urlaub gelegt wird.

Auf der anderen Seite glauben viele, dass sie in einer angespannten wirtschaftlichen Lage mehr arbeiten und sogar nachts oder im Urlaub in Verbindung bleiben müssen, um ihren Arbeitsplatz zu behalten. Jeder weiß jedoch, wie wichtig eine Auszeit ist, um neue Energie zu tanken, Hobbys nachzugehen und wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.

Der goldene Mittelweg

Es gibt vielleicht einen goldenen Mittelweg zwischen dem völligen Abschalten und der Versklavung durch die Technologie. Laut Harvard Business Review (https://hbr.org/2014/07/the-right-way-to-unplug-when-youre-on-vacation/) liegt die Lösung möglicherweise darin, die minimale Zeit zu ermitteln, die Sie ohne negative Auswirkungen vom Netzwerk getrennt sein können.

In der Praxis könnten Sie einfach die Zeitpunkte eingrenzen, zu denen Sie sich mit dem Netzwerk verbinden, z. B. ein- oder zweimal pro Tag jeweils zu bestimmten Uhrzeiten. Laden Sie Ihre E-Mails manuell herunter, damit Sie nicht der Versuchung erliegen, umgehend auf Benachrichtigungen zu reagieren. Sobald Sie einen klaren Plan erstellt haben, teilen Sie ihn Ihrer Familie und Ihren Kollegen mit, damit diese wissen, wann Sie arbeiten und wann nicht.

Zudem könnten Sie eine automatische Abwesenheitsmitteilung einrichten, wenn Sie in Urlaub sind, um die Masse an eingegangenen E-Mails bei Ihrer Rückkehr zu reduzieren. Und versuchen Sie, in Ihrer freien Zeit nicht an die Arbeit zu denken.

Technologie ist nicht alles!

Sie müssen einsehen, dass Sie sich nicht verpflichtet fühlen sollten, immer in Kontakt zu bleiben. Nur weil Technologie existiert, mit der Sie fast überall in Kontakt sein können, heißt das nicht, dass Sie das auch tatsächlich tun müssen. Wenn das nicht funktioniert, dann verbringen Sie zumindest einen Teil Ihres Urlaubs an einem Ort, an dem mobile Netzwerke nicht verfügbar sind. Auf diese Weise haben Sie einen völlig gerechtfertigten Grund, E-Mails oder Anrufe nicht zu beantworten.

Die Produktivität wird darunter nicht leiden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Mitarbeiter nach ihrem Urlaub weniger gestresst sind und mehr Energie haben. Dies ist sowohl ihrer Gesundheit als auch ihrer Produktivität zuträglich.

 

 

Manek Dubash

Manek Dubash

Manek Dubash ist Analyst und Technikjournalist mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Mit Schwerpunkt auf Unternehmenstechnologie beschreibt und kommentiert er Themen der Unternehmensinfrastruktur für eine Reihe von Websites mit großem Einfluss auf die Branche. Seine Artikel erscheinen nicht nur in überregionalen Zeitungen, sondern auch in technischen Fachzeitschriften und auf Technik-Websites. Darüber hinaus hatte er leitende Positionen bei größeren, im freien Verkauf vertriebenen Zeitschriften inne – unter anderem war er Chefredakteur beim PC Magazin – und hat für Analyse- und Forschungsdienstleister wie Datamonitor und STL Partners gearbeitet.

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