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Der Effekt alternder PCs – die finanzielle Auswirkung auf kleine Unternehmen

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Der Effekt alternder PCs – die finanzielle Auswirkung auf kleine Unternehmen

 

Die Weiternutzung vorhandener Geräte klingt nach einer logischen Entscheidung, weil dadurch nicht nur die Kosten für neue Hardware vermieden werden, sondern scheinbar überhaupt keine Kosten anfallen. Erhebungen zeigen jedoch, dass Kosten durch Wartung und Produktivitätsverluste mit zunehmendem Alter des PCs steigen, sodass Austausch statt Reparatur und Wartung angemessen und finanziell sinnvoll ist.

Laut einer Umfrage von Techaisle unter 736 kleinen Unternehmen in sechs Ländern nutzen etwa 36 % der Unternehmen PCs, die mindestens vier Jahre alt sind. Die Umfrage untersuchte die durch die Wartung älterer PCs anfallenden Kosten, die Reparaturhäufigkeit sowie die verlorene Arbeitszeit. All diese Faktoren – und noch weitere – verringern Cashflow und Produktivität.

Wachsende Reparaturkosten

Der Effekt alternder PCs – die finanzielle Auswirkung auf kleine UnternehmenBei kleinen bis mittelgroßen Unternehmen sind die Reparaturkosten für ältere PCs 40 % höher als die für neuere PCs, sodass die Reparaturkosten höher sein oder sogar über dem Preis eines neuen PCs liegen können. In der Umfrage wurde festgestellt, dass die Systemleistung älterer PCs nachlässt, während die Anzahl der Anwendungen, die gleichzeitig ausgeführt werden, bei kleinen Unternehmen auf durchschnittlich acht steigt.

Das führt dazu, dass 25 % aller älteren PCs jedes Jahr Upgrades erhalten – das sind im Vergleich zu den unter vier Jahre alten 1,7-mal so viele. Die Upgrades kosten pro älterem PC weitere 134 USD. In sehr kleinen Unternehmen können die Kosten noch höher liegen.

Geringere Produktivität

Der Schluss liegt nahe, dass die Gesamtkosten von PCs relativ niedrig sind, doch manchmal werden dabei Möglichkeiten zur Kostensenkung übersehen. Der Austausch älterer PCs durch neue Modelle verhindert, dass aufgrund von PC-Reparaturen Arbeitszeit verloren geht. Die Reparatur eines älteren PCs durch interne IT-Mitarbeiter oder einen Fachhändler (oder selbst durch Freunde und Familie) dauert durchschnittlich 42 Stunden. Etwas mehr als 36 % aller kleinen Unternehmen nutzen noch PCs, die mehr als vier Jahre alt sind, was zu verschiedenen Problemen für Eigentümer und Mitarbeiter führen kann.

Zu den genannten Problemen gehören Leistungsrückgang, Anwendungs- und Systemabstürze, Malware-Infektionen, alternde Akkus mit verkürzter Laufzeit sowie fehlende Verbindungsmöglichkeiten für Mobilgeräte.

Neue PCs: in jeder Hinsicht besser

Neuere Technologie bietet in drei wichtigen Bereichen bessere Leistung.

Dank mehr Prozessorleistung und Arbeitsspeicher können mehrere moderne Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden. Wenn Hardware und Betriebssystem 64 Bit-fähig sind, steigert das den Durchsatz. Hinzu kommt, dass es durch die sinkenden Preise für SSD-Laufwerke zunehmend kostengünstiger wird, die unglaublich schnellen Start- und Ladegeschwindigkeiten dieser Technologie zu nutzen.

Zudem bieten moderne PCs erweiterte Sicherheitsfunktionen, sodass Sie Ihre digitalen Ressourcen leichter als jemals zuvor schützen können. Bessere Verwaltung bedeutet geringere Ausfallzeiten sowie weniger (und kürzere!) Inanspruchnahme des PC-Supports. Und schließlich ist neuere Technologie kleiner und leichter und ermöglicht dadurch größere Mobilität, was wiederum die Möglichkeit bietet, in mehr Situationen zu arbeiten und die Produktivität zu steigern.

Fazit

Während viele kleine Unternehmen ihre PCs nicht mehr regelmäßig austauschen, zeigen Studien, dass hier an der falschen Stelle gespart wird. Die Wartung älterer PCs ist teurer, was sich insgesamt auf das Budget auswirkt. Außerdem führen PC-Ausfallzeiten, verlorene Produktivität und nachlassende Leistung zu direkten (sichtbaren) und indirekten (unsichtbaren) Kosten. Die Konsequenz ist, dass Austausch statt Reparatur und Upgrades die Betriebskosten senkt und das PC-Budget entlastet.

 

 

Manek Dubash

Manek Dubash

Manek Dubash ist Analyst und Technikjournalist mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Mit Schwerpunkt auf Unternehmenstechnologie beschreibt und kommentiert er Themen der Unternehmensinfrastruktur für eine Reihe von Websites mit großem Einfluss auf die Branche. Seine Artikel erscheinen nicht nur in überregionalen Zeitungen, sondern auch in technischen Fachzeitschriften und auf Technik-Websites. Darüber hinaus hatte er leitende Positionen bei größeren, im freien Verkauf vertriebenen Zeitschriften inne – unter anderem war er Chefredakteur beim PC Magazin – und hat für Analyse- und Forschungsdienstleister wie Datamonitor und STL Partners gearbeitet.

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Tags: Business, Optimierungsstrategien, PC lifecycle management