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Geschäftliche Trends im Jahr 2016: Das Channel-Geschäftsmodell der Zukunft

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Die vergangenen zehn Jahre waren durch einen permanenten Wandel gekennzeichnet. Im Rahmen ihrer traditionellen Geschäftsmodelle haben Wiederverkäufer Hardwarebereitstellungen durch spezielle Software- und Serviceangebote ergänzt und so einen Mehrwert für die Kunden geschaffen. Im Zeitalter von Konsumerisierung und Cloud Computing, in dem IT-Manager die benötigte Technologie bedarfsorientiert anschaffen können, sind jedoch neue Ansätze gefordert.

Im Zuge dieser Veränderungen entwickeln sich auch die Geschäftsmodelle permanent weiter. Erfolgreiche Channel-Partner haben erkannt, dass sich diese Veränderungen in den kommenden Jahren durch die Vernetzung von immer mehr Geräten noch beschleunigen werden. Das Internet of Things wird ein neues Konnektivitätszeitalter einleiten, in dem Systeme sämtlicher Art in Unternehmensnetzwerke eingebunden werden.

Zwar ist es schwierig, die Auswirkungen einer solch hohen Konnektivität abzuschätzen, aber es steht fest, dass sich immer mehr Technologiekäufer für diesen neuen Bereich interessieren – und genau hier können Channel-Partner ihren Kunden einen Wettbewerbsvorteil bieten. Führende Channel-Wiederverkäufer bereiten sich bereits auf das IoT vor und entwickeln neue Geschäftsmodelle für die Markteinführung von Systemen und Services.

Ein Verständnis für den Kontext des Wandels

Geschäftliche Trends im Jahr 2016 Das Channel-Geschäftsmodell der Zukunft 350 x 250Auf der Geschäftsagenda von Führungskräften steht das Thema Transformation an oberster Stelle. Aus der 2016 CIO Agenda Survey des Analyseunternehmens Gartner geht hervor, dass die Nachfrage nach Digitalisierungslösungen stetig steigt. IT-Führungskräfte gehen davon aus, dass sich die Umsätze im Digitalbereich im Laufe der nächsten fünf Jahre von 16 auf 37 Prozent mehr als verdoppeln werden, da für immer mehr geschäftliche Herausforderungen Lösungen auf Grundlage neuer Technologien gesucht werden.

Mit einem permanenten Wandel sind für Unternehmen zahlreiche Herausforderungen verbunden. So werden Fortschritte mitunter durch Altsysteme behindert und Innovationsbestrebungen werden möglicherweise dadurch verkompliziert, dass die Endbenutzer das volle Potenzial neuer Technologien von unabhängigen Softwareanbietern in neuen Bereichen wie dem IoT nicht vollständig ausschöpfen können.

Das Marktforschungsunternehmen IDC geht davon aus, dass die weltweiten Investitionen in das Internet of Things bis zum Jahr 2020 auf 7,1 Bio. USD steigen werden. Dieser Wert bietet erheblichen Spielraum für innovative Technologieunternehmen, mit deren Systemen die erfassten Daten ausgewertet werden können. Damit diese Vorteile vollständig umgesetzt werden können, müssen viele Anbieter eine Partnerschaft mit anderen IT-Spezialisten wie beispielsweise Channel-Partnern eingehen.

Der Siegeszug des Internet of Things

Die Entwicklung im Bereich IoT schreitet in einem so rasanten Tempo voran, dass kein IT-Unternehmen hier das alleinige Wissensmonopol für sich beanspruchen kann. In diesem Zeitalter des Wandels stößt die traditionelle Zusammenarbeit mit nur einem Anbieter schnell an ihre Grenzen. Intelligente Technologieunternehmen wie Channel-Wiederverkäufer zeigen sich offen für neue Modelle. Flexible Experten haben die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit zuverlässigen Hardwareanbietern IoT-Lösungen für ihre Endkunden zu entwickeln.

Zukunftsorientierte Channel-Partner arbeiten bereits daran, diese Wissenslücke zu schließen. Sie finden Wege, ihre leistungsstarken IT-Lösungen auf neuen Hardwareplattformen zur Verfügung zu stellen, die andernfalls außerhalb der Reichweite der Endbenutzer wären. Noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass durch diese Channel-Partnerschaften ein integrierter Ansatz zur Systementwicklung geschaffen werden kann, bei dem alle Services optimal aufeinander abgestimmt sind.

Da die Unternehmen mit der Verwaltung einer immer größeren Zahl vernetzter Geräte konfrontiert sind, ist ein solches integriertes Geschäftsmodell von zentraler Bedeutung. Durch engagierte Channel-Partner erhalten Unternehmen bereits die Möglichkeit, während des Siegeszuges von Konsumerisierung und Cloud Computing die Vorteile neuer Technologien in Anspruch zu nehmen. Auf Grundlage dieser Erfahrungen helfen diese Partner CIOs und anderen Führungskräften jetzt dabei, die Vorteile des IoT auszuloten. Führungskräfte von Unternehmen müssen nach Partnern Ausschau halten, die sie kompetent auf dem Weg in die vernetzte Wirtschaft begleiten.

Die Suche nach einem Partner mit agilen Lösungen

Mit dem IoT wird eine weitere Ära technologischer Entwicklungen eingeläutet, die ein neues Channel-Geschäftsmodell erfordert. Erfolgreiche Independent Software Vendors (ISVs) und Systemintegratoren (SIs) stehen diesem Wandel aufgeschlossen gegenüber und können IT-Managern sehr gut dabei helfen, das Potenzial dieser technologischen Neuerungen voll auszuschöpfen.

Statt in vollständiger Isolation zu arbeiten, werden Channel-Wiederverkäufer ihren Kunden in Zukunft vernetzte Lösungen für eine vernetzte Wirtschaft anbieten und Teil eines Ökosystems aus zuverlässigen Partnern sein. Wenn diese Fachgebietsexperten sich mit entsprechenden Hardwarespezialisten zusammenschließen, haben Technologiekäufer die Möglichkeit, sich effizient und effektiv mit dem IoT auseinanderzusetzen.

Dell beispielsweise hat vor Kurzem sein IoT Solutions Partner Programme gestartet. Im Rahmen dieses Programms können Partner und Endkunden innovative Technologien von Spezialanbietern beziehen. An dem Programm sind bereits 25 Unternehmen beteiligt, darunter wichtige Namen wie GE, Microsoft, OSISoft, SAP und Software AG.

Das Programm ist ein erster Schritt in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für Channel-Partner. Da in Zukunft immer mehr Geräte in Netzwerke eingebunden werden und immer größere Mengen an Informationen erzeugen, ist ein kollaboratives Ökosystem aus ISVs, Hardwareexperten und Endkunden von entscheidender Bedeutung, damit alle Beteiligten das Potenzial innovativer Entwicklungen optimal ausschöpfen können.

 


 

Hinweise:

Studie von Gartner (auf Englisch): http://www.gartner.com/imagesrv/cio/pdf/cio_agenda_insights_2016.pdf

IDC zum IoT-Markt im Jahr 2020 (auf Englisch): http://www.zdnet.com/article/internet-of-things-market-to-hit-7-1-trillion-by-2020-idc/

Dell zum Thema ISVs (auf Englisch): http://www.channelbuzz.ca/2016/04/dell-launches-first-wave-internet-things-partner-program-isvs-17246/

 

 

Mark Samuels

Mark Samuels

Mark Samuels ist Wirtschaftsjournalist mit Spezialisierung im Bereich IT-Leadership. Als früherer Redakteur bei CIO Connect und Kulturredakteur bei Computing hat er bereits für verschiedene Organisationen gearbeitet, darunter Economist Intelligence Unit, Guardian Government Computing und Times Higher Education. Mark schreibt darüber hinaus Beiträge für CloudPro, ZDNetUK, TechRepublic, ITPro, Computer Weekly, CBR, Financial Director, Accountancy Age, Educause, Inform und CIONET. Er hat umfassende Erfahrung im Verfassen von Artikeln zu dem Thema, wie CIOs in ihren Unternehmen Technologien einführen und nutzen.

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