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Revolutionieren soziale Medien die Geschäftswelt?

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Revolutionieren soziale Medien die Geschäftswelt 747x325

 

Soziale Medien sind viel mehr als nur eine Spielerei für Privatanwender. Durch das Online-Networking – insbesondere in Form des Social Selling – verändert sich die Art und Weise, wie Menschen ihre Beziehungen aufbauen und pflegen. Engagierte Channel-Wiederverkäufer können mittels Social Selling die Markenwahrnehmung optimieren.

Zum Ausdruck „Soziale Medien“ fallen Ihnen möglicherweise als erstes Plattformen wie Facebook, Instagram, Tumblr und Flickr ein, über die Menschen auf der ganzen Welt miteinander in Kontakt treten können. Diese Interaktivität, die ursprünglich an den Anforderungen von Privatanwendern orientiert war, erreicht mit Plattformen wie LinkedIn und Skype nun auch den Arbeitsplatz.

Soziale Medien bieten den Menschen nicht nur die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, sondern auch Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Channel-Wiederverkäufer müssen ein Verständnis dafür entwickeln, dass ihnen mit Social-Media-Tools ein zusätzlicher und immer wichtigerer werdender Marktzugang zur Verfügung steht.

Weshalb gibt es in Zusammenhang mit sozialen Medien ein Wahrnehmungsproblem?

Revolutionieren soziale Medien die Geschäftswelt 350x250Soziale Medien erfreuen sich einer so hohen Beliebtheit, dass die wichtigsten Plattformen in den letzten zehn Jahren unaufhaltsam gewachsen sind. So wurde beispielsweise Facebook im September 2006 der breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und hatte im Juli 2010 rund 500 Millionen Nutzer. Heute sind jeden Monat weltweit mehr als 1,5 Milliarden Menschen auf der Plattform aktiv. Diese hohe Wachstumsrate hat bei Führungskräften in Unternehmen, insbesondere bei Channel-Wiederverkäufern, Besorgnis hervorgerufen.

Laut Zoe Sands, Expertin für den Bereich digitales Marketing, orientieren sich die Marketing- und Vertriebsaktivitäten von Channel-Wiederverkäufern häufig an den vierteljährlichen Finanzierungs- und Entwicklungszyklen der Anbieter. Diese strategische Ausrichtung hat zur Folge, dass Channel-Wiederverkäufer häufig Aktivitäten (beispielsweise in den sozialen Medien) vermeiden, die sie nicht direkt messen können und mit denen keine greifbaren und unmittelbaren Ergebnisse verbunden sind.

Es gibt häufig Fragen hinsichtlich der potenziellen Vorteile von sozialen Medien. Arbeitgeber fürchten oft, dass die Nutzung der entsprechenden Plattformen Strategien zur Arbeitsvermeidung fördert. Bis zum heutigen Tag herrschen solche negativen Assoziationen vor. Einer Studie zufolge rufen 72 Prozent der Beschäftigten in Großbritannien am Arbeitsplatz ihre Facebook-Seite auf. 81 Prozent davon verbergen dies vor ihren Kollegen und Vorgesetzten.

Einige Unternehmen lassen die Nutzung von sozialen Medien am Arbeitsplatz gar nicht erst zu. Mit solchen drakonischen Maßnahmen laufen die Unternehmen jedoch Gefahr, einen Wettbewerbsvorteil zu verspielen. Im Zeitalter der permanenten Konnektivität profitieren Channel-Wiederverkäufer, die ihren Mitarbeitern die Interaktion über soziale Medien gestatten, sehr wahrscheinlich von besserer Zusammenarbeit und besserem Marketing.

Warum müssen Channel-Wiederverkäufer soziale Medien mit neuen Augen betrachten?

Mit Technologien zur Zusammenarbeit können im digitalen Zeitalter stabile Beziehungen aufgebaut und gepflegt werden. Viele Ihrer Mitarbeiter können mit einer Kombination aus mobilen Technologien und Cloud-Lösungen ihre Arbeit von einem beliebigen Standort aus erledigen. Das Analyseunternehmen IDC schätzt, dass die Zahl der mobilen Mitarbeiter im letzten Jahr auf 1,3 Milliarden Menschen gestiegen ist. Dies entspricht 37 Prozent der weltweit Beschäftigten.

Geschäftliche soziale Netzwerke wie LinkedIn bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, mit einem deutlich größeren Personenkreis in Kontakt zu treten und in diesen Netzwerken Informationen bereitzustellen. Dieses Social Selling ist laut Marketingberater Mark Schaefer ein Konzept, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut und gleichzeitig mit einem echten geschäftlichen Mehrwert verbunden ist.

Schaefer ist ein Experte im Bereich Social Selling. Ihm zufolge stellen strategische Inhalte für Vertriebsorganisationen wie beispielsweise Channel-Wiederverkäufer einen Wettbewerbsvorteil dar. Er verweist auf eine Studie der Carnegie Mellon University, der zufolge 72 Prozent der B2B-Käufer anhand von sozialen Medien Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen aufbauen und Informationen zu diesen Unternehmen und deren Produkten einholen.

Mitarbeiter eines Channel-Wiederverkäufers, die regelmäßig nützliche Inhalte erstellen, werden von potenziellen Vertriebszielen wahrscheinlich eher positiv wahrgenommen. Im Zeitalter der sozialen Medien können Channel-Wiederverkäufer mit kollaborativen Technologien wertvolle und langfristige Interaktionen aufbauen.

Wie können Channel-Wiederverkäufer einen Nutzen aus dem neuen Zeitalter des Social Selling ziehen?

Die Führungskräfte von Channel-Wiederverkäufern, die dem Thema Zusammenarbeit bisher zurückhaltend gegenüberstanden, müssen sich das mit dem Social Selling verbundene Potenzial vor Augen führen. Gartner zufolge werden sich soziale Netzwerke zu den wichtigsten beruflichen Kommunikationskanälen entwickeln. Gleichzeitig schätzt das Analyseunternehmen, dass bei 80 Prozent der geschäftlichen Aktivitäten in sozialen Netzwerken aufgrund mangelnder Führung und einer zu starken Konzentration auf das Thema Technologie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Kundenansprache liegt laut Schaefer in der Fähigkeit der Mitarbeiter, Themen, mit denen die Aufmerksamkeit des Zielpublikums gewonnen werden kann, auf den richtigen Plattformen zu veröffentlichen. So erreichen beispielsweise Unternehmen, die Twitter in ihre Vertriebsaktivitäten einbinden, doppelt so viele potenzielle Kunden wie Unternehmen, die darauf verzichten.

Die gute Nachricht ist laut Sands, dass Channel-Wiederverkäufer in einer erstklassigen Position sind, die Vorteile dieses neuen Vertriebswegs für sich zu nutzen. Die Vertriebsmitarbeiter dieser Unternehmen können auf Grundlage der von den Anbietern zusammengestellten Marketingunterlagen Inhalte für soziale Medien erstellen. Wenn Channel-Wiederverkäufer ihren potenziellen Kunden beispielsweise Best Practices zu den Themen Schulung und Implementierung bereitstellen, dokumentieren sie damit ihre hohe Fachkompetenz.

Es ist daher von zentraler Bedeutung, dass die obersten Führungskräfte von Channel-Wiederverkäufern sich die Vorteile von sozialen Medien vor Augen führen. Damit diese Vorteile, wie beispielsweise eine bessere Zusammenarbeit und Markenwahrnehmung, optimal genutzt werden können, muss im Hinblick auf soziale Netzwerke ein kultureller Wandel in Gang gesetzt werden.

Die obersten Führungskräfte von Channel-Wiederverkäufern müssen jetzt gemeinsam mit entsprechenden Experten eine überzeugende Kosten-Nutzen-Analyse von sozialen Medien durchführen und ihre Mitarbeiter dazu anregen, verstärkt in der digitalen Welt aktiv zu werden. Damit könnte ein neues Konnektivitätszeitalter eingeleitet werden, in dem Channel-Wiederverkäufer ihren Kunden dauerhaft – und nicht nur vierteljährlich – erstklassige Inhalte zur Verfügung stellen können.

 


 

Hinweise:

Wachstumszahlen von Facebook (auf Englisch): http://techcrunch.com/2016/01/27/facebook-earnings-q4-2015

Zoe Sands zum Thema Social Selling (auf Englisch): http://www.channelpro.co.uk/opinion/9588/social-selling-and-the-channel

Studie zur Zeitverschwendung in sozialen Medien (auf Englisch): http://www.itproportal.com/2016/04/25/social-media-are-costing-the-uk-economy-billions

IDC zur Zahl der mobilen Mitarbeiter (auf Englisch): http://www.businesswire.com/news/home/20120105005455/en/Mobile-Worker-Population-Reach-1.3-Billion-2015

Gartner zu beruflichen sozialen Netzwerken (auf Englisch): http://www.gartner.com/newsroom/id/2319215

 

 

Mark Samuels

Mark Samuels

Mark Samuels ist Wirtschaftsjournalist mit Spezialisierung im Bereich IT-Leadership. Als früherer Redakteur bei CIO Connect und Kulturredakteur bei Computing hat er bereits für verschiedene Organisationen gearbeitet, darunter Economist Intelligence Unit, Guardian Government Computing und Times Higher Education. Mark schreibt darüber hinaus Beiträge für CloudPro, ZDNetUK, TechRepublic, ITPro, Computer Weekly, CBR, Financial Director, Accountancy Age, Educause, Inform und CIONET. Er hat umfassende Erfahrung im Verfassen von Artikeln zu dem Thema, wie CIOs in ihren Unternehmen Technologien einführen und nutzen.

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