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4 Grundpfeiler offener Netzwerkstandards

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4 Grundpfeiler offener Netzwerkstandards

 

Netzwerke sind komplex, das ist gar keine Frage. Doch diese Aussage greift zu kurz, denn Netzwerke sind deshalb „komplex“, weil sie Architektureigenheiten, spezifische synaptische Verbindungsstandards, detaillierte Transportmechanismen und prozedurale Regeln sowie Rubriken umfassen, die den Datendurchsatz im laufenden Betrieb steuern.

Diese Eigenschaften einer Netzwerkarchitektur sollen Leistung und Kontrolle gewährleisten. Doch bei modernen Systemen (die häufig mit dem Internet verbunden sein müssen) läuft der Gedanke proprietärer Komplexität dem Aufkommen und der Verbreitung offener Standards zuwider.

Ein Plädoyer für offene Netzwerkstandards 

Nr. 1: Weborientierung

4 Grundpfeiler offener NetzwerkstandardsWie bereits angesprochen sind moderne Netzwerke mit dem Internet verbunden, das zum größten Teil auf offenen Netzwerkstandards basiert. Hinzu kommt, dass die Aufgabe des W3C in der Konzeption einer offenen Webplattform zur Anwendungsentwicklung liegt, mit der Entwickler umfangreiche interaktive Inhalte erstellen können, die von riesigen Datenspeichern gespeist werden und auf jedem Gerät verfügbar sind.

Die vier großen Trends – Cloud, Big Data, Mobilität und soziale Netzwerke – sind alle von Grund auf verknüpft, sodass der Aufbau geschlossener Netzwerkkontrollen um diese Grundpfeiler herum wenig sinnvoll ist.

Nr. 2: Flexibilität und Agilität auf neuem Niveau

Bislang war es langwierig und aufwendig, die Funktionsweise eines Unternehmensnetzwerks zu verändern. Diese Aufgabe musste meist manuell von einem spezialisierten Team aus Netzwerktechnikern durchgeführt werden. IDC weist darauf hin, dass sich die heutigen Anforderungen an Netzwerke von denen vor der Jahrtausendwende unterscheiden.

Laut IDC „müssen Änderungen schnell und vorzugsweise automatisch implementiert werden, um den Anforderungen der Anwendungen Rechnung zu tragen, die das Netzwerk nutzen. Dementsprechend sollte auch die Einführung neuer Services im Netzwerk automatisiert und beschleunigt werden. Aus diesem Grund müssen sich die Netzwerke verändern – von statisch zu dynamisch-flexibel.“

Nr. 3: Das Zeitalter der Entkopplung

IDC weist im Whitepaper „Networks That Deliver Change: Key Trends and Transformation Insight for Future Proofing Your Network“ (Netzwerke, die den Wandel fördern: Wichtige Trends und Optimierungstipps, die Ihr Netzwerk zukunftssicher machen) darauf hin, dass sich das Netzwerk in einem absolut realen und tiefgreifenden Umbruch befindet. Das Analystenunternehmen stellt fest, dass Netzwerke der wahrscheinlich einzige Sektor der IKT-Umgebung sind, in dem die enge Kopplung von Betriebssystemen und Hardware üblich ist und wo die Bindung an einen spezifischen Anbieter ein großes Problem darstellt.

Bis vor zwanzig Jahren galt eine enge Koppelung in puncto Technologie noch als positiv. Heute hingegen ist bekannt, dass die Entkoppelung von Datenverarbeitungsressourcen wichtig ist, um mit modernen Architekturen neue Innovationen zu ermöglichen, die die veränderte Rolle von Netzwerken unterstützen.

Nr. 4: Die veränderte Rolle von Netzwerken

Heute dienen Netzwerke einem fundamental anderen Zweck als ihre Vorgänger. Bei übergeordneten Endfunktionen stehen Technologien wie Echtzeitverarbeitung und Methoden wie Continuous Delivery (CD) im Mittelpunkt und für den Geschäftsbetrieb ist eine noch besser abgestimmte Netzwerkkontrolle von zentraler Bedeutung.

Um das neue, kontinuierlich aktualisierte Netzwerk in Betrieb zu nehmen und für den Geschäftsbetrieb dauerhaft relevant zu halten, werden umfassendere Funktionen zur Verwaltung sämtlicher Aspekte des Netzwerks benötigt. Ein völlig neuer Ansatz für die Netzwerkverwaltung wird dafür sorgen, dass Netzwerkkontrollen in Bezug auf Anwendungsleistung und -anforderungen leichter zugänglich werden.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Data Center, Technologie