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Automatisierung in der Praxis: Funktionsweise von Softwarerobotern

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Bei Softwareautomatisierung handelt es sich nicht per se um automatische Software. Softwareautomatisierung bezeichnet automatische Elemente in größeren Softwaresystemen, Softwareanwendungen, kleineren Softwareagenten und umfangreicheren Softwarearchitekturen, die so programmiert werden können, dass sie im Rahmen der Betriebsabläufe des Gesamtsystems und basierend auf Umgebungsbedingungen auf bestimmte Weise reagieren und bestimmte Kontrollen durchführen.

Das Technologieanalystenunternehmen IDC weist darauf hin, dass jetzt ein Punkt erreicht ist, an dem immer häufiger spezialisierte und zunehmend automatisierte Verwaltungstools innerhalb von Rechenzentrumsnetzwerken eingesetzt werden.

Wenn diese Technologien überlegt eingesetzt werden, können sie a) die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher Teile des Technologie-Stacks im softwaredefinierten Rechenzentrum ermöglichen sowie b) die notwendige Trennung zwischen den Datenverarbeitungs- und Massenspeicherkomponenten im gesamten IT-Stack sicherstellen, um die Betriebseffizienz zu maximieren.

Sprungbretter zur Automatisierung

Employees in office lobbyIDC betrachtet den Einsatz spezialisierter Tools als Sprungbrett zu durchgängiger Verwaltung und letztlich zu Automatisierung – nach Meinung des Analystenunternehmens wird sich der Fokus auf durchgängige Verwaltung und Automatisierung richten, sobald Unternehmen die Effizienzvorteile durch diese spezialisierten Tools erkennen.

IDC erklärt dazu: „Diese Auffassung zeigt sich auch im aktuellen Automatisierungsgrad der allgemeinen IT-Infrastruktur sowie insbesondere der Netzwerke, wo die Automatisierung (vor allem bei Rechenzentrumsnetzwerken) höher ist als bei der IT-Infrastruktur im Allgemeinen.“

Wo sich Automatisierung zeigt

Softwareautomatisierungskontrollen werden einen Bestandteil der intelligenten Netzwerkarchitekturen im modernen softwaredefinierten Rechenzentrum bilden. Wo grundlegende Überwachungs- und Berichterstellungsfunktionen teilweise automatisiert werden, kommen auch ausgefeiltere Automatisierungsfunktionen zum Einsatz, um bei Problemen eine grundlegende Behebung durchzuführen.

Bei diesen Problemen wird es sich nicht um mechanische Fehler handeln – sehr viel wahrscheinlicher werden Automatisierungskontrollen die Aufgabe haben, Daten neu einzuteilen oder umzuleiten, um Engpässe zu vermeiden.

Automatisierung als einer der fünf wichtigsten Faktoren

Im neuen und modernen softwaredefinierten Rechenzentrum steht Automatisierung neben vier weiteren Trends, die einen Paradigmenwechsel einleiten werden. Zusammen bilden sie die fünf wichtigsten Faktoren, die unsere Netzwerke verändern werden.

  1. Automatisierung
  2. Softwaredefinierte Netzwerke (Software-Defined Networking, SDN)
  3. Netzwerkvirtualisierung (einschließlich NFV)
  4. Offene Netzwerkstandards
  5. Durchgängige Infrastrukturverwaltung

Es ist zu erwarten, dass Unternehmen schnell auf SDN, offene Netzwerke, die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen sowie die damit verbundenen Trends der Automatisierung und durchgängigen Infrastrukturverwaltung setzen werden, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, sowohl a) in individuellen Anwendungsfällen als auch b) für den Markt in seiner Gesamtheit.

Ein „vorsichtiger Anstieg“ bei der Automatisierung

Laut IDC wird der Zukunft der Automatisierung größtenteils ein vorsichtiger Anstieg bescheinigt. In einer aktuellen Umfrage des Analystenunternehmens gaben 56 % der Teilnehmer an, dass sie für die allgemeine IT etwas mehr Automatisierung einführen möchten. Nur 3 % planen eine Automatisierung in erheblich größerem Umfang.

Sind Automatisierungskontrollen also wirklich Roboter? In gewisser Weise ja, sofern sie im virtualisierten, abstrahierten, nicht-physischen, softwaredefinierten Kontext betrachtet werden. Eine einfachere Frage wäre: Sind Automatisierungskontrollen ein immer größerer Bestandteil unserer zukünftigen Netzwerke? Die Antwort darauf lautet eindeutig Ja.

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Software, Technologie