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Cloud-Implementierungen strategisch angehen

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Cloud-Implementierungen strategisch angehen

 

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als Cloud-Computing als Trend angesehen wurde, den nur die modernsten Organisationen überhaupt für sich in Erwägung zogen? Seitdem hat sich viel verändert. Tatsächlich verstehen clevere Führungskräfte aus allen Branchen die Cloud heute als neuen Weg zur Steigerung der Leistung und Neustrukturierung ihrer Betriebsprozesse.

Dem Global Technology Adoption Index von Dell zufolge geben nahezu 100 % der befragten IT-Leiter an, dass ihr Unternehmen Cloud-Lösungen entweder bereits nutzt oder deren Einführung plant. Lediglich bei 3 % der Befragten bestehen laut Bericht keine Pläne, das Potenzial von On-Demand-IT maximal zu nutzen.

So gesehen hat sich die Cloud von einer Randerscheinung zu einem Massenphänomen entwickelt. Sie ist zum Dreh- und Angelpunkt bei der Bereitstellung von Datenverarbeitungskapazität geworden. Dabei ist es keineswegs einfach, On-Demand-IT zum Herzstück einer Strategie zu machen. Welchen Herausforderungen werden Entscheidungsträger in der IT und in der Geschäftsführung wahrscheinlich gegenüberstehen und welche Schlüsselprinzipien sichern die erfolgreiche Einführung einer Cloud?

1. Einheitliche, organisationsübergreifende Herangehensweise

Cloud-Implementierungen strategisch angehenDer größte Vorteil der Cloud besteht in ihrer Agilität. Führungskräfte und Mitarbeiter auf Geschäftsbereichsebene können mit On-Demand-IT bei neuen Anforderungen jederzeit unkompliziert die nötige Technologie anschaffen. Diese einerseits vorteilhafte Flexibilität kann andererseits die Entstehung einer Schatten-IT begünstigen, da Mitarbeiter ihre neu gewonnene Freiheit nutzen, um ohne die Genehmigung der IT-Abteilung Technologie einzukaufen.

Aber nicht nur auf den unteren Hierarchieebenen einer Organisation mangelt es an Abstimmung. Viel zu viele Unternehmen gehen unüberlegt und spontan an die Cloud-Implementierung heran. Entscheidungsträger in der Geschäftsführung können sich nicht auf eine einzige, kontrollierbare Lösung einigen.

Es ist Aufgabe der Unternehmensführung, die Möglichkeiten und Risiken einer Technologie zu evaluieren. Der Vorstand muss sich über Cloud-Initiativen einig werden und Prioritäten setzen. Führungsteams, die sich keiner einheitlichen Strategie verschreiben und es versäumen, den übrigen Mitarbeitern die nötige Anleitung zu geben, werden das Potenzial von On-Demand-IT weder jetzt noch langfristig voll ausschöpfen können.

2. Keine Ablenkung durch kurzfristige Ziele

Für Unternehmen, die umgehend zusätzliche Kapazität benötigen, ist eine Cloud die richtige Lösung. Sie ermöglicht es ihnen, ihr Geschäft vertikal zu skalieren und innovative Programme auszuführen. Diese Agilität ist eine wirklich gute Sache. Jedoch sollten kurzfristige Ziele niemals die langfristige Planung konterkarieren. Viele Unternehmen stellen übereilt auf die Cloud um und übersehen völlig, dass die IT-Abteilung kontinuierlich eingebunden werden und immer die Kontrolle haben muss.

Die Alternative: eine langfristige Perspektive. Diese strategische Vision, auf die sich die Unternehmensführung gemeinsam verständigt hat, definiert die kontrollierbaren Grundprinzipien der Cloud-Nutzung. Eine solche Strategie gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, On-Demand-IT schnell zu nutzen, und etabliert gleichzeitig ein konsistentes Regelwerk mit konsistenten Vorgaben.

Kurz gesagt erarbeitet die Unternehmensführung ein Framework, das konsistente Kontrolle über Clouds verschiedenen Typs möglich macht. Ganz gleich, welche Cloud zu einem bestimmten Zeitpunkt die passende ist, eine private, öffentliche oder hybride: Ihre Mitarbeiter kennen die Regeln und haben dennoch die Freiheit, die richtige Option zu wählen.

3. Die Bedeutung langfristiger Partnerschaften

Das Schlüsselwort für den langfristigen Erfolg Ihrer Cloud-Strategie lautet Partnerschaft. Die erfolgreichsten Organisationen nutzen ihr Framework für akzeptable Cloud-Nutzung, um stabile, effektive Arbeitsbeziehungen zwischen der IT und anderen Geschäftsbereichen zu schaffen. Statt eine Schatten-IT zu tolerieren, stellt der CIO sicher, dass die Cloud Innovationen kontrolliert fördert.

Effektive Cloud-Nutzung hängt jedoch nicht nur von starken internen Verbindungen zwischen der IT und dem operativen Geschäft ab. On-Demand-Technologie bringt dann den größten Nutzen, wenn die Unternehmensführung Beziehungen außerhalb des Unternehmensperimeters aufbaut – also langfristige Partnerschaften mit vertrauenswürdigen Anbietern.

Bei der Erstellung Ihres Frameworks für eine optimale Cloud-Nutzung sollte Ihr Partner Ihnen Orientierungshilfe geben und Sie und den Vorstand dabei unterstützen, zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Suchen Sie sich einen Partner, der Ihnen dabei helfen kann, Probleme, Prozesse und Ziele zu ermitteln und die Technologiearchitektur und -infrastruktur ebenso wie die Implementierung von Technologieinnovationen effektiv zu verwalten – und zwar bis weit in die Zukunft.

 

 

Mark Samuels

Mark Samuels

Mark Samuels ist Wirtschaftsjournalist mit Spezialisierung im Bereich IT-Leadership. Als früherer Redakteur bei CIO Connect und Kulturredakteur bei Computing hat er bereits für verschiedene Organisationen gearbeitet, darunter Economist Intelligence Unit, Guardian Government Computing und Times Higher Education. Mark schreibt darüber hinaus Beiträge für CloudPro, ZDNetUK, TechRepublic, ITPro, Computer Weekly, CBR, Financial Director, Accountancy Age, Educause, Inform und CIONET. Er hat umfassende Erfahrung im Verfassen von Artikeln zu dem Thema, wie CIOs in ihren Unternehmen Technologien einführen und nutzen.

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Tags: Cloud, Technologie