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Der Entscheidungsträger: Ist Ihre Belegschaft bereit für den digitalen Wandel?

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Das Internetzeitalter hat die Art und Weise verändert, wie Unternehmen ihre betrieblichen Hauptstrukturen führen und verwalten müssen, und die Methoden und Hilfsmittel, durch die sie mit ihrem Markt interagieren. Dies ist die grundlegendste Art, die Wahrheit des Ganzen zu erklären. Unternehmen aller Branchen erleben gerade einen notwendigen und unvermeidbaren Ruck in Richtung des digitalen Wandels.

Der digitale Wandel (manchmal etwas kühn auch nur „DX“ genannt) ist ein vage definierter Prozess, eine Struktur und letztendlich eine Reihe von Abläufen; es ist eine Art allumfassender Begriff, mit dem Veränderungen beschrieben werden, die Unternehmen nun vornehmen müssen, um Arbeitsmethoden, Informationsströme,  Handelsnetzwerke und Lieferketten, die Mitarbeiterkoordination und Verwaltungsfunktionen digital erfassen zu können.

Dabei wird das Internet als Kommunikations-, Handels- und eCommerce-Kanal genutzt. Es geht darum, mobile Technologien einzusetzen, um Mitarbeiter zu stärken und es ihnen zu ermöglichen, deutlich sichtbare Produktivitätssteigerungen zu erzielen – wo und wann immer dies erforderlich ist. Es geht auch darum, soziale Medien, das Internet der Dinge, Cloud-Computing, Flexibilität und Big Data-Analysen zu nutzen, um den Charakter eines jeden Geschäftsmodells zu ändern. Es bedeutet all dies und noch viel mehr. Der digitale Wandel ist also eine Umwälzung, die das Unternehmen in seinem Kern betrifft. Er ist aber immer eine positive Umwälzung, wenn er richtig in die Wege geleitet wird.

Die Arbeit hat sich verändert und wurde auf die digitale Ebene verlagert… normalerweise über vernetzte Online-Informationskanäle. Deshalb bezeichnen wir diese Entwicklung als digitalen Wandel.

Der erste Schritt zum Wandel: Fungibilität erkennen

The business decision maker- is your workforce prepared for digital transformation 350 x 250Der digitale Wandel bedeutet vor allem Veränderung. Sollten Firmen es nicht schaffen, diesen Wandel zu vollziehen, könnte dies ihre positive Entwicklung verlangsamen. Wenn der Wandel jedoch mit offenen Armen angenommen wird und die richtigen Bedingungen hierfür geschaffen werden, könnte dies zu Wachstum führen. Zunächst muss man sich bewusst werden, dass der Wandel bevorsteht… Es geht darum, Fungibilität zu erkennen.

WieGalen Gruman erklärt: „Fungibilität beschreibt die Möglichkeit, dass etwas verändert werden kann. Das ist nicht dasselbe wie die Fähigkeit, etwas zu verändern; Fungibilität ist eine intrinsische Eigenschaft und keine Kraft, die von einer externen Quelle ausgeübt wird. Der Wandel ist ein Akt der substanziellen Veränderung; Fungibilität ist die intrinsische Eigenschaft, substanziell verändert zu werden.“

Diese Definition mag sehr weit gefasst sein, sie ist aber durchaus berechtigt. Damit Ihre Mitarbeiter auf den digitalen Wandel vorbereitet sind, müssen sie sich eine neue und agilere Arbeitsweise aneignen: eine Arbeitsweise, die den Wandel begrüßt, die den Wandel annimmt und die auf den (oft komplexen) Wandel eingestellt ist, wann immer ein Projekt oder Workflow davon betroffen ist, sei es in einer frühen Phase oder fortlaufend.

Wir sprechen hier nicht von der industriellen Revolution von damals; wir sprechen von einer am Menschen orientierten Revolution, die Individuen in den Mittelpunkt neuer Betriebsstrategien stellt, wobei letztere durch die Technologie ermöglicht und für den Menschen optimiert werden.

Autoren bei i-SCOOP bemerken dazu: „Die Entwicklung neuer Kompetenzen dreht sich um die Fähigkeit, agiler, am Menschen orientiert, innovativ, vernetzt, angepasst und effizient zu sein, und die Gegenwart sowie zukünftige Veränderungen im Blick zu behalten. Der digitale Wandel ist eine Reise mit zahlreichen miteinander verbundenen Teilzielen. Der Schlüssel zum Erfolg ist letztlich das Streben nach einer kontinuierlichen Optimierung der Prozesse, Geschäftsbereiche und Ökosysteme eines Unternehmens, in einem hypervernetzten Zeitalter, in dem es darauf ankommt, abhängig vom Weg die richtigen Brücken zu bauen.”

Fortlaufende Optimierung in den Kontext gesetzt

Der Begriff „fortlaufende Optimierung“ ist wichtig. Er bringt zum Ausdruck, warum das Web- und das Cloud-Modell in diesem Zusammenhang von so entscheidender Bedeutung sind. Damit die Belegschaft auf den digitalen Wandel vorbereitet werden kann, muss sie den wahren Charakter von kontinuierlichen Technologien begreifen. Durch die private Nutzung von Technologien wie Facebook wissen die Mitarbeiter, dass die Dienste der sozialen Medien kontinuierlich sind. Das bedeutet, dass sie sich fortlaufend aktualisieren und dass online via Log-in auf sie zugegriffen werden kann.

Der dynamische Charakter von Facebook (und einer Million anderer Onlinedienste) führt treffend vor Augen und bestätigt gleichermaßen, warum ständiger Wandel in der neuen Geschäftswelt gang und gäbe sein wird. Mitarbeiter müssen das verstehen, akzeptieren und freudig annehmen. Schließlich bedeutet diese Tatsache, dass jeder Geschäftsprozess kontinuierlich optimiert, erweitert, verfeinert und abgestimmt werden kann, wodurch die Angestellten profitieren, die in ihn involviert sind, und auch die Kunden, die seinen Ergebnissen ausgesetzt sind.

Entscheidungsträger in Unternehmen, die sich für eine neue Ebene des digitalen Wandels rüsten, sollten ihren Mitarbeitern von Beginn an klarmachen, dass sich das Team ab sofort in diesem immerwährenden Zyklus der Geschäftsentwicklung befindet. Die Namen der Software-Entwicklungstools, welche unsere Apps und Websites von Grund auf kontinuierlich machen, nehmen bereits auf den Aspekt der Kontinuität Bezug. Namen wie Continuous Delivery (CD) und Continuous Integration (CI) rühren daher, dass der zugrundeliegende Code auf einem nicht endenden, dynamischen Weg voranschreitet.

Vorsichtige Einschätzung vor dem Vollzug des Wandels

Es ist relativ einfach, über die Gesamtauswirkungen des digitalen Wandels zu reden; für Unternehmen ist es aber schwierig, die Belegschaft auf Veränderungen vorzubereiten und zu beurteilen, wo diese beginnen sollen. Allgemeinen Einschätzungen zufolge führen Unternehmen zunächst eine Reihe von Beurteilungsverfahren durch, um festzulegen, in welchen Bereichen transformative Digitalisierung zuerst genutzt werden sollte.

Diese Beurteilungsverfahren sollten Berichte zu Sicherheitslücken, Prüfungen im IT-Assetmanagement und alle erdenkbaren wichtigen Analyseverfahren umfassen. Praktisch heißt das, dass sich die meisten Unternehmen langsam vorwärts tasten und damit die vorsichtigste Strategie für den digitalen Wandel verfolgen werden. Sie werden überlegen, welche Anwendungen zuerst modernisiert werden können, welche Elemente der Enterprise Resource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM) Systeme als erste überholt werden können, und welche Datenbank wohin bewegt werden muss.

Es ist entscheidend, sich immer wieder klarzumachen, dass der digitale Wandel nicht darin besteht, ein Element zu entfernen und durch ein anderes zu ersetzen. Manche Anwendungen, Datenbanken und Geräte können auf natürlicherem Wege aus dem Dienst genommen werden als andere, sobald ihre bestehenden Funktionen als ersetzbar eingestuft werden. Dies geschieht zum Beispiel, wenn einige Touchpoints und Prozesse des Unternehmens unverzüglich digital umgestellt werden müssen.

Wann immer effiziente Komponenten wie das Internet der Dinge (IoT) implementiert werden, vollzieht sich der Wandel entsprechend schneller, da dies in der Natur der meisten neuen Technologien liegt. Sensoren, Kameras und datensensitive Technologien aus den Reihen des IoT, mit denen Geschäftsprozesse überwacht und automatisiert werden können, sind in den meisten Fällen so neu, dass sie selbst für den digitalen Wandel stehen.

Einen kongruenten Pfad der Transformation beschreiten

Die Vorbereitungen zur Einführung solcher Geräte beginnen mit der Freigabe in der Führungsetage, beziehen aber schnell auch die Mitarbeiter mit ein, die die Geräte implementieren und nutzen werden, und entsprechende Einblicke in die Daten bieten können, die sie generieren. Wenn wir darüber sprechen, einen „kongruenten“ Pfad des Wandels zu beschreiten, so meinen wir damit, dass wir einen Wandel herbeiführen sollen, der das Unternehmen entsprechend seiner Geschäftsziele aufwertet und rentabler macht. Außerdem meinen wir, dass der Wandel kongruent sein soll mit der Welt, dem Wachstum von intelligenten Städten, der Verbreitung des eCommerce, der Nutzung von Big Data-Analysen und der kompletten Digitalisierung von Geschäftsabläufen auf der ganzen Welt.

Der Großteil des digitalenWandels vollzieht sich auf digitaler Ebene. Aber einige Bereiche des digitalen Wandels sind analog und viel mehr menschlicher Natur. Unternehmen müssen sich ansehen, wie ihre Mitarbeiter arbeiten, wie sie gerne arbeiten würden, wie sie ihren Job am besten ausüben können und was sie in Bezug auf die Arbeitsabläufe und Aufgabenverwaltung verbessern möchten.

Seinen Mitarbeitern den bevorstehenden digitalen Wandel näherzubringen, ist ein sehr menschlicher, analoger Prozess, der mit Zusammenarbeit, Feedback und sozialer Interaktion beginnt. Bevor ein Unternehmen eine neue vernetzte Kollaborationsplattform implementiert, sollte es Menschen in einem konkreten vernetzten Szenario persönlich zusammenbringen, in dem die einzige „Plattform“ jene ist, auf der die Menschen sitzen oder stehen.

Wirkungstiefe Datenanalyse

Wenn digitale Transformation greift, wird ein noch höherer Prozentsatz der gesamten Betriebsabläufe digital. So offensichtlich wie dies zunächst auch klingen mag, besteht dennoch die dringende Notwendigkeit, die Mitarbeiter darauf vorzubereiten, wie sehr ihr tägliches Leben von einigen der großen Veränderungen betroffen sein könnte. Sowohl der Büroarbeiter am Schreibtisch als auch der Meeting-Spezialist oder der mobile Business Traveller werden von der neuen Informationsbeschaffung profitieren, da sie diese produktiver macht… und diese Informationsbeschaffung beruht auf Big Data-Analysen.

Einfach ausgedrückt wird Big Data als eine große Datenmenge beschrieben, die nicht wirklich in traditionelle relationale Datenbanken passt. Genauer gesagt ist es eine Datenmenge, die aufgrund ihrer Größe, ihrer unstrukturierten oder semistrukturierten Natur, ihrer Geschwindigkeit, ihrer Vielfalt und gelegentlich auch dem Fehlen von Sinnhaftigkeit bzw. Vertrauenswürdigkeit, schwer zu verarbeiten ist. Es ist an der Zeit, den Mitarbeitern zu erklären, dass alles, was sie (im digital transformierten Digitalgeschäft) tun, aufgezeichnet werden kann.

Jeder Kauf, jede Transaktion, jeder Kundendatensatz und jede Preisänderung ist ein Datenpaket. Und was noch viel wichtiger ist: Jede E-Mail, jede Sprachnachricht und jedes Meeting ist ein Datenpaket, das sich aufzeichnen lässt. Aber es geht noch weiter. Jede Kundenmeinung, jeder Trend in den sozialen Medien und (womöglich) jeder externe Einflussfaktor in der Welt wird zu einem Datensatz werden. Zusammen mit dem Berg an Daten, die von den Sensoren und Geräten im Internet der Dinge produziert werden, erhält man einen Eindruck davon, woher der Name Big Data stammt.

Die Botschaft an die Mitarbeiter ist einfach: Alle im planetaren Ökosystem vorkommenden Daten werden erfasst. Wir versuchen so viele von ihnen in Big Data-Analysemodulen zu verarbeiten, wie wir können, um Trends und Verhaltensmuster aufzudecken, die uns an die Sache heranführen, die wir „Erkenntnis“ nennen. Durch Erkenntnisse wissen wir mehr über das Unternehmen und die Welt um uns herum. Und wir können fundiertere Entscheidungen treffen, die letztlich auch profitabler sind. Als Mitarbeiter werden Sie mit dieser Information versorgt. Seien Sie also a) bereit, in Ihrem Job informierter zu sein, verpassen Sie b) nicht die Gelegenheit, diese Informationen auch zu nutzen, und c) wenn Sie die Informationen, die Sie Ihrer Meinung nach brauchen, nicht finden, bedeutet dies nicht, dass sie nicht existieren. Vielleicht führen wir nur noch nicht die richtigen Berechnungen durch. Also berichten Sie uns davon.

Wie treiben Entscheidungsträger den digitalen Wandel voran?

Laut eines Berichts mit dem Namen „Effective leadership in the digital age“ von Econsultancy liegt die Verantwortung für Projekte des digitalen Wandels bei den leitenden Führungskräften. Die Studie basiert auf einer Reihe ausführlicher Interviews mit Vorstandsmitgliedern und Führungskräften, sowie auf einer Online-Befragung von 439 leitenden Angestellten aus diversen Unternehmen und Branchen. Auch hier sehen wir, dass Dreiviertel alle Befragten darin übereinstimmen, dass strategische digitale Schwerpunkte und Ziele eines Unternehmens in der Verantwortung der Geschäftsleitung liegen.

Die unumstößliche Wahrheit, die all dies untermauert, lautet: Der digitale Wandel hin zum digitalen Unternehmen ist allgegenwärtig. Das datenzentrierte Geschäft findet sich in jeder Branche auf jedem globalen Markt über die gesamte Bandbreite von Geschäftsabläufen hinweg.

Mark Ritson schreibt hierzu in Marketing Week: „Digitales ist überall und es ist unmöglich, den archimedischen Punkt zu finden, an dem digital aufhört und so genannte, traditionelle‘ Kanäle einsetzen. Nicholas Negroponte, zweifelsohne der weltweit führende Technik-Gelehrte, sagte bereits vor 18 Jahren folgendes voraus: „Ebenso wie die Luft und das Wassertrinken wird Digitales nur durch seine Ab- und nicht seine Anwesenheit bemerkt werden.“

Unternehmensführer müssen ihren Mitarbeitern vermitteln, dass der digitale Wandel gewissermaßen unumgänglich ist, ein anregendes Potenzial bietet und ein neues Maß an Präzision ermöglicht, sodass der Wandel tatsächlich effektiv vollzogen werden kann.

Während die Prozesse, Plattformen, Geräte und das Computing-Grundgerüst, die den digitalen Wandel in jedem Unternehmen vorantreiben, online gestellt werden, müssen Unternehmensführer Ihre Mitarbeiter an die Grundsätze des Wandels erinnern – nämlich daran, dass es um kontinuierliche Entwicklung und am Menschen orientierte Prozesse geht. Es dreht sich alles um neue Technologie, ja… Aber die Technologie ist dazu da, das Leben der Angestellten zu verbessern. Also sollte der digitale Wandel als etwas Positives angesehen werden.

Es gibt noch immer viel zu tun und eine intelligente strategische Planung wird dabei von zentraler Bedeutung sein. Uns ist bewusst, dass sich diese positive Umwälzung auf dem Weg zum digitalen Wandel zunächst radikal und steinig anfühlen wird. Dennoch ist jeder Schritt nach vorn transformativ und positiv – auch wenn die Richtung in Zukunft noch einmal geändert werden muss.

Klicken Sie hier, um herauszufinden, wie Sie Ihre Mitarbeiter der Zukunft für das digitale Zeitalter rüsten können.

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Arbeitswelt im Wandel, Technologie