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Der neue Siegeszug von zukunftssicherem, softwaredefiniertem Open Networking

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Am Anfang der IT-Ära bestanden Infrastrukturen aus Technologie-Silos, die vollkommen unabhängig voneinander waren. Im Laufe der Zeit konnten viele von ihnen nicht mehr mit den Anforderungen Schritt halten und wurden letztendlich nicht mehr eingesetzt.

Dann kamen bahnbrechende Innovationen auf, die den Status quo komplett veränderten – zuerst Netzwerke und Interkonnektivität, dann Open Source und softwaredefinierte Verwaltung.

Eine neue Ära softwaredefinierter Kontrolle

A new dawn for future-proofed software-defined open networking body text imageIm Laufe der Zeit haben wir immer raffiniertere Hardware entwickelt, die wir immer effizienter eingesetzt haben. In einigen Fällen haben wir sogar erkannt, dass physische Hardware gar nicht mehr notwendig war – weil es nun softwaredefinierte Steuerelemente gab, die Tools, Plattformen und Arbeitsmethoden beschreiben konnten.

Statt vollständig hardwarebasierter Konzepte haben wir unser Technologieverständnis erweitert und Architekturen auf Grundlage offener, softwaredefinierter Netzwerkstandards geschaffen.

Die ersten Schritte waren wahrlich nicht einfach. Einiges, was gebraucht wurde, war nicht von vorneherein integriert. Neue Plattformen mussten entwickelt werden, um neue entkoppelte, offene und softwaredefinierte Interkonnektivität möglich zu machen.

Das auf Technologie spezialisierte Analystenunternehmen IDC sieht offene Standards, Open Source-Software und die Entkopplung von Netzwerksoftware und -hardware als wesentliche Antriebsfaktoren für die Netzwerktransformation an, die auf dem Weg hin zum softwaredefinierten Netzwerk realisiert werden muss.

Von Legacy-Netzwerken zu softwaredefinierten Netzwerken

Selbst wenn Unternehmen akzeptieren, dass ein Großteil ihrer Legacy-Netzwerkarchitektur grundlegend umstrukturiert und in eine neue Infrastruktur umgewandelt werden muss, die zukunftssicher und softwaredefiniert ist – einfach wird diese Aufgabe nicht werden. Verbesserungen bei Sicherheit, Leistung und Verwaltbarkeit lassen sich nicht über Nacht implementieren.

Die IDC Analysten verweisen hier auf ein sehr reales Problem: Mitarbeiter mit Kenntnissen im Bereich moderne softwaredefinierte Netzwerktechnologien sind dünn gesät.

Wie IDC in einem kürzlich veröffentlichten Whitepaper erläutert, müssen Anbieter und ihre Partner die Weiterentwicklung ihrer eigenen Mitarbeiter schneller vorantreiben und innovative Netzwerkdienste anbieten, die darauf abzielen, die Netzwerkinfrastrukturen von Kunden zu transformieren. Und auch die Kunden selbst müssen ihre Kenntnisse ausbauen.

Der Weg hin zu softwaredefinierten Architekturen

Im Grunde genommen existiert derzeit eine Lücke; eine Lücke zwischen dem aktuellen Netzwerk-Know-how und den neuen Theorien, die die Implementierung von Technologien wie Software-Defined Networking (SDN), Netzwerkvirtualisierung und die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen (NFV) antreiben.

Nun da zukunftssichere, softwaredefinierte und offene Netzwerke sich als erstrebenswertes Ziel herauskristallisiert haben, müssen Unternehmen analysieren, welche Geschäftsbereichsfunktionen die neue IT bedienen soll. Anschließend muss eine Qualifizierung erfolgen und der Umfang und die Art dieser Funktionen müssen definiert werden.

Drei Voraussetzungen für softwaredefinierte Architekturen

Für die Zukunft stehen wir vor drei Aufgaben, die angegangen werden müssen:

  • Wir müssen das Framework für die Bereitstellung von IT-Services verbessern, über das wir das Potenzial der Innovationen in den Bereichen Datenverarbeitung, Datenspeicherung und softwaredefinierter Netzwerkbetrieb realisieren möchten.
  • Wir müssen Zertifizierungs-, Governance- und Compliance-Prozesse für die neuen und sich stetig ändernden softwaredefinierten IT-Netzwerke festlegen.
  • Wir müssen einen Lebenszyklus für softwaredefinierte Netzwerke definieren, der mehr Flexibilität bietet, um auf die sich ändernden Anforderungen von Unternehmen und ihren Datenpunkten zu reagieren. Dieser Lebenszyklus muss zudem eng verzahnt sein mit dem Lebenszyklus der eingesetzten Softwareanwendungen.

Das neue Konzept des softwaredefinierten Netzwerks zeichnet sich bereits als Erfolgsmodell ab, ist jedoch noch von starker Komplexität geprägt. Viele Fragen müssen erst noch geklärt werden. Clevere Unternehmen machen jedoch schon jetzt die ersten Schritte hin zu einer neuen, softwaredefinierten Architektur.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie