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Die Cloud als Grundlage jeder IoT- und Big Data-Strategie

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Internet of things

 

Das Internet of Things (IoT) und Big Data sind zwei Technologietrends, deren tatsächliche Geschäftsrelevanz zuweilen im Chaos von Marketing-Hype und Branchendiskussionen untergehen kann. Wie wichtig also sind diese Trends?

Dass sie wichtig sind, belegt bereits ein kurzer Blick auf die jüngsten Studien. Kürzlich veröffentlichten Zahlen des Centre for Economics and Business Research (CEBR) zufolge sollen Big Data-Analysen und das Internet of Things bis zum Jahr 2020 322 Milliarden GBP allein zur Wirtschaftsleistung Großbritanniens beitragen. Addiert man diese Zahl zu denen für das restliche Europa, so ergibt sich eine gewaltige Gesamtsumme.

Diese gewaltige Summe wiederum ist nur der Anfang. In allen Regionen und Sektoren versuchen immer mehr Unternehmen, aus Daten Kapital zu ziehen und das vom IoT versprochene enorme Niveau an Konnektivität maximal für sich zu nutzen.

Für die Führungskräfte dieser Unternehmen bleibt es dabei eine Herausforderung, die Tatsachen aus dem Hype herauszufiltern und Möglichkeiten zu finden, diese zwei wichtigen Trends in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln. Aber es gibt einen Weg. Clevere Unternehmen haben es bereits erkannt: Die Cloud ist ein sehr guter Grundstein für eine Strategie.

Warum ist die Cloud die Grundlage für eine gute IoT- und Big Data-Strategie?

Die Cloud als Grundlage jeder IoT- und Big Data-Strategie 350 x 250Das wichtigste Schlagwort lautet hier Flexibilität. Das IoT und Big Data sind nach wie vor Entwicklungsbereiche, die sich gerade erst herauskristallisieren. Informationen und Konnektivität als Geschäftsressourcen zu begreifen und einzusetzen, wird vielen Führungskräften auf oberster Ebene als eher schwammiges Konzept erscheinen – insbesondere heute, da von CIOs erwartet wird, die Kosten niedrig zu halten und dabei möglichst hohen Mehrwert zu liefern.

IT-Leiter müssen den Nutzen von Innovation nachweisen. Die Cloud gibt CIOs und der Führungsebene die Gelegenheit, Ressourcen ganz nach Bedarf vertikal zu skalieren oder zu konsolidieren. Eine derartige Flexibilität bedeutet, dass Unternehmen schnell ein auf Daten basierendes Experiment aufsetzen können. Schlägt es fehl, können die CIOs den Umfang verkleinern, wenn sich die Anforderungen ändern.

Wichtiger jedoch: Das funktioniert auch umgekehrt. CIOs, die jetzt mit Big Data und dem IoT experimentieren, sind optimal positioniert, um von den enormen zukünftigen Umsatzchancen zu profitieren, die laut Forschungsinstituten wie dem CEBR mit Big Data und dem IoT verbunden sind.

Kurz gesagt bietet die Cloud Unternehmen eine großartige Möglichkeit, mit dem IoT und Big Data zu arbeiten. Isoliert an diversen Orten gespeicherte strukturierte und unstrukturierte Daten, die kaum auswertbar sind, gehören der Vergangenheit an. Stattdessen können CIOs ihrem Unternehmen mit der Cloud dabei helfen, Informationsquellen zu integrieren und so umfassende neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Wie kann Ihr Unternehmen seine Cloud-Grundlagen maximal nutzen?

Die Führungsebene muss sich in diesem Bereich engagieren. Vorreiter sind Telekommunikationsunternehmen, die laut CEBR mit 67 % bzw. 61 % das höchste Niveau an Big Data- und IoT-Implementierung aufweisen.

Die gute Nachricht ist, dass viele Unternehmen bereits untersuchen, wie die Cloud ihnen durch verbesserte Konnektivität helfen kann, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Einige Firmen entwickeln sogar einen internen Ansatz. So hat der Elektronikriese Bosch kürzlich eine eigene Cloud-Computing-Software eingeführt, die Entwicklungen in den Bereichen Big Data und IoT miteinander kombiniert.

Mit der ersten Bosch IoT Cloud, die sich in Deutschland befindet, kann das Unternehmen mehrere Anwendungen ausführen, um Mobilgeräte, Industrie und Privathaushalte zu vernetzen. Bosch verwendet Sensoren und Software, um neue Services für Kunden zu Hause und im Unternehmen zu entwickeln.

Dieser Ansatz findet auch bei Dell Nachhall. Wie kürzlich auf Tech Page One berichtet weitet Dell seine Aktivitäten in seinen drei IoT-Laboren in Santa Clara (Kalifornien), Limerick (Irland) und Singapur aus. Die Unternehmen in den Laboren sammeln Daten von Remote-Sensoren, aggregieren die Informationen mithilfe von Analysesoftware und senden die entsprechenden Erkenntnisse in die Cloud.

Strategien für Big Data und das IoT müssen kontinuierlich angepasst und optimiert werden, hauptsächlich weil die technischen Entwicklungen sich ebenfalls noch in der Anfangsphase befinden. Die potenziellen Geschäftsvorteile sind jedoch riesig. Unternehmen, die jetzt mithilfe der Cloud eine Strategie in diesen Bereichen entwickeln, werden in Zukunft von diesen Vorteilen profitieren.

 

 

Mark Samuels

Mark Samuels

Mark Samuels ist Wirtschaftsjournalist mit Spezialisierung im Bereich IT-Leadership. Als früherer Redakteur bei CIO Connect und Kulturredakteur bei Computing hat er bereits für verschiedene Organisationen gearbeitet, darunter Economist Intelligence Unit, Guardian Government Computing und Times Higher Education. Mark schreibt darüber hinaus Beiträge für CloudPro, ZDNetUK, TechRepublic, ITPro, Computer Weekly, CBR, Financial Director, Accountancy Age, Educause, Inform und CIONET. Er hat umfassende Erfahrung im Verfassen von Artikeln zu dem Thema, wie CIOs in ihren Unternehmen Technologien einführen und nutzen.

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Tags: Cloud, Technologie