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Effiziente Verwaltung von Windows 10 mit einer bestehenden Infrastruktur

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Jedes neue Betriebssystem bringt eine Reihe neuer Verwaltungsherausforderungen mit sich, die verstanden und bewältigt werden müssen. Windows 10 ist da keine Ausnahme.

Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Sie Windows 10 mithilfe vorhandener Tools wie System Center Configuration Manager (SCCM) verwalten. Dafür benötigen Sie die Verwaltungsfunktionen von SCCM 2012 SP1 oder höher, die Sie nach der Client-Installation nutzen können. Für die Bereitstellung eines neuen Betriebssystems sind derzeit kundenspezifische Skripte erforderlich. Die neue Version von SCCM, die im vierten Quartal 2015 herauskommt, bietet hierfür eine automatisierte Funktion und ermöglicht es Administratoren, zu bestimmen, wie, wann und wo Windows 10 bereitgestellt werden soll.

Das kostenlose Upgrade-Angebot von Microsoft für Windows 10 gilt nicht für Windows 7 Enterprise und Windows 8.x Enterprise.

Windows 10: Service statt Software

Effiziente Verwaltung von Windows 10 mit einer bestehenden InfrastrukturEiner der Hauptunterschiede zwischen Windows 10 und seinen Vorgängerversionen besteht darin, dass es sich um einen Service und nicht um eine eigenständige Software handelt. Das bedeutet: Upgrades und Wartung erfolgen in Form von regelmäßigen Updates. Wenn Sie einen Bestand von Desktop-PCs, Notebooks und Tablet-PCs verwalten, möchten Sie sicher die Kontrolle darüber behalten, wann und wie oft diese Updates installiert werden, um potenziellen Konflikten mit Hardware, Treibern und Anwendungen vorzubeugen. Sie können zum Beispiel die Funktion des neuen Systems deaktivieren, heruntergeladene Teile des Updatecodes mit anderen PCs im Internet zu teilen, und diesen BitTorrent-ähnlichen Updateprozess auf PCs im LAN beschränken.

Updates lassen sich auf verschiedene Art und Weise kontrollieren. Microsoft bietet für kritische Umgebungen wie Krankenhäuser, Börsen oder die Flugsicherung Long Term Servicing Branches an, die nur Sicherheitsupdates und wichtige Updates bereitstellen und nur ein Minimum an sonstigen Änderungen implementieren. Der Business Service Branch soll die Verwaltung des Desktop-PC-Bestands erleichtern, indem er Unternehmen die Möglichkeit bietet, Funktionsupdates erst zu erhalten, nachdem ihre Qualität und ihre Anwendungskompatibilität durch den Verbrauchermarkt bewertet wurden. Dadurch profitieren Unternehmen von den Bewertungen von Millionen von Endbenutzern. Alternativ können automatische Updates wie beim Privatkunden-Setup aktiviert werden.

Sicherheit mit Windows 10

Was die Sicherheit angeht, ist Windows Defender jetzt das Standardtool für den Malwareschutz. Definitionsupdates können mit SCCM über den gesamten Bestand hinweg synchronisiert werden. Client-Kennwörter wurden als Schwachpunkt im Abwehrsystem von Unternehmen erkannt. Deshalb werden mehrere alternative Anmeldeverfahren angeboten, wie zum Beispiel die Anmeldung per PIN, für die der Benutzer anwesend sein muss, sowie die biometrische Anmeldung in Form von Gesichts- und Fingerabdruckerkennung.

Windows 10 ermöglicht weiterhin die Authentifizierung über Active Directory, jetzt ergänzt um die Möglichkeit zur Anbindung an den Azure Cloud Service von Microsoft und seine Azure-AD-Konten, sodass Benutzer dort auf Geschäftsanwendungen und Ressourcen zugreifen können. Zur Unterstützung der Benutzerfreundlichkeit erhalten Sie per Single Sign-On Zugriff auf Office 365, Azure, den Microsoft Store sowie das lokale Betriebssystem.

Zusätzliche Mobilität

Die Funktionen, die Windows 8.1 zur Verwaltung mobiler Geräte bietet, sind auch in Windows 10 enthalten. Sie zielen hauptsächlich auf BYOD-Szenarien ab, unterstützen allerdings auch die private Nutzung unternehmenseigener Geräte. Windows 10 unterstützt somit den Schutz von Unternehmensdaten, mehrere Benutzer, die VPN-Konfiguration und die Löschung von Daten auf Geräten. Das System nutzt eine integrierte Verwaltungskonsole, die mit dem Verwaltungsserver kommuniziert, um Updates abzurufen und die neuesten von der IT festgelegten Richtlinien anzuwenden.

Windows 10 bietet bekannte und neue Funktionen, darunter Verwaltungsfunktionen zur Kontrolle neuer Umgebungstypen wie BYOD in Unternehmen. Aus Endbenutzerperspektive sollten nur wenige Schulungsressourcen benötigt werden. IT-Administratoren profitieren davon, dass das Vorzeigeprodukt von Microsoft an die neuesten Entwicklungen in Unternehmensumgebungen angepasst wurde.

 

 

Manek Dubash

Manek Dubash

Manek Dubash ist Analyst und Technikjournalist mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Mit Schwerpunkt auf Unternehmenstechnologie beschreibt und kommentiert er Themen der Unternehmensinfrastruktur für eine Reihe von Websites mit großem Einfluss auf die Branche. Seine Artikel erscheinen nicht nur in überregionalen Zeitungen, sondern auch in technischen Fachzeitschriften und auf Technik-Websites. Darüber hinaus hatte er leitende Positionen bei größeren, im freien Verkauf vertriebenen Zeitschriften inne – unter anderem war er Chefredakteur beim PC Magazin – und hat für Analyse- und Forschungsdienstleister wie Datamonitor und STL Partners gearbeitet.

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