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Eine offene Welt: offene Standards, IT-Agilität und Umgestaltung

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The World Is Yours

 

Mit der industriellen Revolution kam die Erfindung der automatischen Drehmaschine. So konnten zum ersten Mal Schrauben und Schraubenmuttern in Massenproduktion für alle Arten von technischen Projekten hergestellt werden.

Plötzlich war jeder in der Lage, irgendetwas zu bauen. Die Einzelteile der industriellen Fertigung waren demokratisiert worden … in vielen Bereichen auch standardisiert. Anders ausgedrückt hatte sich dadurch eine neue Freiheit in Bezug auf drei grundlegende Faktoren eröffnet:

  • Auswahl
  • Innovation
  • Vereinfachung

Wenn diese Entwicklung in der heutigen Zeit stattgefunden hätte, würden wir sie höchstwahrscheinlich als „Paradigmenwandel“ oder vielleicht als „neue Plattform“ bezeichnen.

Offene Akzeptanz

Eine offene Welt: offene Standards, IT-Agilität und UmgestaltungHeute betrachten wir die stetig zunehmende Akzeptanz von offenen Standards, offenem Design zusammen mit Open-Source-Lösungen, Linux und offenen Netzwerktechnologien als eine der produktivsten Methoden, wie sich die Informationstechnologie (und andere Arten von Design) weiterentwickeln kann. Auch wenn wir nach wie vor an einigen proprietären Einschränkungen und Ausnahmen festhalten, hat sich eine offene Philosophie mit einer zugänglichen Design-Grundlage für alle durchgesetzt.

Vom Standpunkt der offenen Standards aus können wir mit Recht argumentieren, dass Unternehmen, die einen standardbasierten Technologieansatz übernehmen, von einer größeren Anbieterauswahl und mehr Flexibilität bei der Entwicklung von Lösungen profitieren, die ihre speziellen Anforderungen erfüllen.

Wie im Whitepaper Dell Überblick zum Thema offene Standards (Dell Networking Standpunktbericht) ausgeführt, bedeutet die Bereitschaft, offene Standards und offene Netzwerktechnologien zu übernehmen, dass Unternehmen Systeme basierend auf Faktoren wie Flexibilität und Agilität bewerten und erwerben können. Die Entscheidung ist damit nicht mehr nur eine Frage der Kompatibilität.

Die Theorie ist simpel: Indem wir bereit sind, unsere Innovationen anderen offen zugänglich zu machen, kommen wir als Gemeinschaft mit neuer Agilität und größerer industrieller Präsenz voran.

Diese Art der Offenheit bedeutet nicht, dass das Gewinnpotenzial eliminiert oder aufgelöst wird. Sie bietet uns vielmehr die Chance, neues geistiges Eigentum zu schaffen, das auf folgenden Fähigkeiten beruht:

  1. Wir alle fertigen bessere Produkte.
  2. Wir alle stellen bessere Dienstleistungen bereit.
  3. Wir alle bieten zusätzliche und ergänzende Produkte und Dienstleistungen, die monetisiert werden können.

Umgestaltung als Öffnung

Unternehmen, die bisher geschlossene, möglicherweise veraltete und vergleichsweise isolierte Strukturen aufwiesen, sehen sich jetzt der Möglichkeit gegenüber, offene Standards als Weg zu neuer Agilität zu übernehmen. Auch dieser Algorithmus ist mitnichten komplex. Die Berechnung und der tiefer liegende Technologievorschlag sind völlig unkompliziert.

Neue, nach den Geboten der offenen Werte konzipierte Unternehmensarchitekturen können Verbindungen herstellen, ihre einzelnen Komponenten austauschen und ihre wichtigen Datenströme miteinander verknüpfen. Ein branchenbasierendes IT-System, das Offenheit fördert und Starrheit ablehnt, wird weitere Innovationen und zusätzliche Flexibilität in einem fortwährenden Erfolgskreislauf unterstützen.

Umgestaltung als Grundlage

In einem offenen und zukunftsfähigen Unternehmen gehört Umgestaltung zu den wesentlichen Geschäftsgrundlagen.

  • Wenn sich eine gute Gelegenheit bietet, nimmt das offene Unternehmen diese ins Visier, plant und führt aus.
  • Wenn sich eine Katastrophe ereignet, ist das offene Unternehmen agil genug, um darauf zu reagieren, den Schaden zu begrenzen und sich neu zu orientieren.
  • Wenn sich die Geschäftsumgebung ändert, ist das offene Unternehmen bereit für einschneidende Veränderungen und in der Lage, von diesem kontinuierlichen und dynamischen Wandel zu profitieren.
  • Wenn Stabilität vorherrscht, ist das offene Unternehmen in der Lage, die Mittelzuteilung zu überarbeiten und diese mit dem Ziel maximaler Effizienz umzuverteilen.

Selbstverständlich öffnet sich der Weg zu technologischer und geschäftlicher Umgestaltung nicht einfach über Nacht. Aber einige deutliche Hinweise sind nicht zu übersehen.

Den Einblicken von Dell in offene Netzwerktechnologien zufolge bietet sich jetzt eine optimale Gelegenheit für Unternehmen „standardbasierte Open-Source-Tools, Anwendungen und Know-how auf Basis individueller Anforderungen zu nutzen, [in Kombination mit] umfassenden Netzwerkverwaltungs-, Orchestrierungs- und Automatisierungstools auf Basis softwaredefinierter Architekturen“.

Wenn wir diese allgemein unangefochtene Wahrheit verinnerlichen, können wir ein Netzwerk aufbauen, das eine wichtige Infrastruktur für die täglichen Betriebsabläufe darstellt und gleichzeitig als strategische Unterstützung für erfolgversprechende Innovationen fungiert. Darüber hinaus bedeutet ein offener Ansatz jedoch auch, dass wir ein gemeinsames Betriebsmodell für Datenverarbeitungs- und Netzwerkumgebungen mit einem Schwerpunkt auf Linux-basierten Tools aufbauen können.

“Das führt zu einer völligen Umgestaltung der Art und Weise, wie Organisationen ihre Produkte und Dienstleistungen in der globalen Wirtschaft bereitstellen werden“, so Dell.

Im Whitepaper zu den „Fifty Shades of Open Networking“ von Moor Insights & Strategy heißt es dazu wie folgt: „Dell bietet das am breitesten gefächerte Portfolio von offenen Produkten, die eine Auswahl an SDN-Implementierungen ermöglichen. Bei allen neuen Produkten können Kunden mehrere Betriebssysteme, zu denen auch das (werkseitig installierte) Dell Betriebssystem gehört, oder andere Optionen auswählen, die per ONIE installiert werden. Dell nimmt zudem an mehreren Projekten für offene Netzwerktechnologien teil und trägt zu deren Entwicklung bei. Das bereits seit 13 Jahren eingesetzte Dell Betriebssystem mit Web-Scale-Bereitstellungen für Kunden dient auch als Sicherheitsnetz, mit dem Kunden von den sich schnell weiterentwickelnden Segmenten profitieren können, ohne auf Sicherheit und Zuverlässigkeit verzichten zu müssen.“

Von Investitions- zu Betriebskosten

Dank neuer Cloud-Computing-Optionen für servicebasiertes Anwendungshosting und servicebasierte Speicherung konnten sich Unternehmen von den Investitionen mit hohen Kapitalausgaben der Vergangenheit abkoppeln und von gesteigerter Agilität profitieren, die sich nach den jeweiligen Betriebskosten richtet.

Die Zunahme sogenannter Big-Data-Ströme (mit ihrer Verbindung zum Internet of Things) ermöglicht es uns, innerhalb unserer Unternehmenssysteme neue Analysefunktionen auf diese Daten anzuwenden. Wenn wir es richtig machen, erhalten wir neue Einblicke, umsetzbare Informationen und Umgestaltung.

Plötzlich geben wir Phänomenen wie Marktumbruch, Produktauslauf und Servicebeendigung einen ganz neuen Namen: Wir nennen sie jetzt “positive Disruptionen“.

Ist es zu hoch gegriffen, wenn wir behaupten, dass moderne Unternehmen immer nur so innovativ sind wie ihre IT? In einer Welt, in der jedes technische Unternehmen mit automatischen Drehmaschinen neben Schrauben und Schraubenmuttern erhebliche Technologieinvestitionen verwalten muss, ist die Behauptung wahrscheinlich durchaus gerechtfertigt.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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