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Was es bedeutet, Cloud-Computing nicht einzuführen

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Was es bedeutet, Cloud-Computing nicht einzuführen

 

Hilfestellung bei der Anpassung an Veränderungen

Alle erfolgreichen Unternehmen sind in der Lage, sich an Veränderungen anzupassen. Manchmal passieren diese Änderungen fast über Nacht: Uber beispielsweise hat die Taxibranche komplett verändert und damit viele seit Langem etablierte Unternehmen gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken.

In anderen Fällen sind Veränderungen ein fast schon schrittweiser Prozess: Der ehemalige Fußballtrainer Alex Ferguson war mit Manchester United 20 Jahre an der Spitze und hat während dieser Zeit drei verschiedene Teams aufgebaut. Unternehmen andererseits, die sich nicht an Veränderungen anpassen, verschwinden von der Bildfläche. Blockbuster und Kodak sind hervorragende Beispiele für Firmen, die blind für Veränderungen waren und sich nicht auf sie eingestellt haben.

Der IT-Abteilung fällt eine entscheidende Rolle dabei zu, ein Unternehmen anpassbar zu machen. Immerhin hat die IT in den vergangenen 30 Jahren mit dem Umstieg von Mainframes zum Client/Server-Modell, dem Aufkommen des Internets und der zunehmenden Verbreitung von Virtualisierung
und Cloud-Computing extreme Umbrüche erlebt. CIOs haben also offensichtlich viel Erfahrung im Umgang mit radikalen Veränderungen.

Der Motor der Veränderung

Was es bedeutet, Cloud-Computing nicht einzuführenDer Cloud kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Sie ist der Motor für die Veränderungen unserer Zeit. Vorreiter sind dabei die Unternehmen, die von den vor einem Jahrzehnt implementierten Rechenzentren auf eine modernere, flexiblere und dynamischere Infrastruktur umstellen können.

Das belegen auch die Zahlen: Laut IDC haben 40 % der Unternehmen, deren IT-Abteilungen Veränderungen souverän bewältigt haben, eine unternehmensweite Cloud-Infrastruktur eingeführt und ihren Betrieb von Grund auf umstrukturiert. Von den Unternehmen, die mit den Folgen von Veränderungen nur schwer zurechtkommen, haben sich lediglich 26 % für eine Betriebsumstrukturierung mithilfe der Cloud entschieden.

Die Cloud – kein Wundermittel

Unternehmen, die in der Cloud ein Wundermittel sehen, werden jedoch enttäuscht werden. Natürlich ist es ein naheliegender Gedanke, als schnelle Lösung auf öffentliche Cloud-Services von Drittanbietern zu setzen; für die langfristige Strategie ist das allerdings wenig hilfreich. In den meisten Fällen ist ein hybrides Modell der richtige Weg in die Zukunft. Daher sollten CIOs überlegen, wie sie Bereitstellungen mischen können. Mit einer öffentlichen Cloud ist vielleicht der unmittelbare Bedarf gedeckt. Es sollte jedoch gründlicher eruiert werden, wie sich das schlussendliche Ziel umsetzen lässt.

Theoretisch sollte ein in einem sich schnell ändernden Markt tätiges Unternehmen besser aufgestellt sein, Veränderungen zu bewältigen. In der Praxis ist das aber nicht immer der Fall. Unternehmen sollten sich nicht einzig und allein auf die Technologie verlassen. Stattdessen sollten sie dafür sorgen, dass die zugrunde liegende Unternehmensinfrastruktur dynamisch genug ist, um mit revolutionären Umbrüchen innerhalb der Arbeitsumgebung zurechtzukommen.

Abschreckungsbeispiel Blockbuster

Nicht der vertikale Markt, in dem sich ein Unternehmen bewegt, entscheidet darüber, ob es notwendige Änderungen implementieren kann. Ausschlaggebend ist, ob seine IT-Abteilung sich schnell anpassen kann. Das gilt für traditionelle Industrien ebenso wie für digitale Branchen. Vor allem kommt es auf die Bereitschaft des CIOs an, Veränderungen anzunehmen und die IT-Infrastruktur derart auszustatten, dass sie alle an sie gestellten Anforderungen bewältigen kann.

Oft ist es keine leichte Aufgabe, eine IT-Abteilung so umzustrukturieren
, dass sie sich ändernden Geschäftsanforderungen gerecht werden kann. Es gilt, lieb gewonnene Prinzipien für den IT-Betrieb zu hinterfragen und zu verwerfen.  Wer sich jedoch nicht an technologische Veränderungen anpasst, hat verheerende Konsequenzen zu befürchten – die US-Videothekenkette Blockbuster musste das schmerzlich erfahren.

 

 

Maxwell Cooter

Maxwell Cooter

Max ist ein freiberuflicher Journalist, der über eine große Bandbreite von IT-Themen schreibt. Er war Gründer und Herausgeber von Cloud Pro, einer der ersten Publikationen, die sich speziell mit der Cloud beschäftigten. Darüber hinaus war er Gründer und Herausgeber von Techworld (IDG) und davor Redakteur bei Network Week. Seine Beiträge wurden in IDG Direct, dem SC Magazine, in Computer Weekly, in Computer Reseller News, dem Internet Magazine, der PC Business World und vielen weiteren Publikationen veröffentlicht. Darüber hinaus trat er bei vielen Konferenzen als Redner auf und hat als Kommentator für die BBC, ITN und den Computer-Fernsehkanal CNBC gearbeitet.

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Tags: Cloud, Technologie