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Fünf Unternehmensprobleme, die SDN schnell lösen kann

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Es ist eine schwierige Aufgabe, CEOs und COOs für das Thema Netzwerk zu begeistern. Noch schwieriger ist es jedoch, sie von seinem Wert als strategische Ressource zu überzeugen. Das ist einfach eine Tatsache.

Auch wenn CIOs und CTOs möglicherweise bereits an dem Punkt sind, dass sie die Aspekte Netzwerkkapazität und -funktionen als taktische Faktoren für den Unternehmenserfolg begreifen – die obere Führungsriege zeigt sehr oft keinerlei Interesse an dieser Sichtweise oder scheint ihr gegenüber zumindest gleichgültig.

Genau das muss sich jedoch ändern.

Das Netzwerk als Motor des Unternehmens

Die Cloud, Mobilgeräte, Rechenzentren und das Internet of Things, kombiniert mit unterbrechungsfreier, unbegrenzter Datenkonnektivität und 4G-Netzwerken, erfordern eine neue Denkweise in Bezug auf das Netzwerk: Es muss gleichsam als der Motor des Unternehmens begriffen werden.

Wir steuern auf eine Welt des Software Defined Networking (SDN) zu und „herkömmliche“ Hardwareelemente werden immer öfter durch grundsätzlich softwaredefinierte Kontrollen definiert, beschrieben, verwaltet und gesteuert.

Früher waren Netzwerke abhängig von Switches, Hubs, Routern, Transportbussen und Massenspeicherblöcken. Das ist auch heute noch der Fall, jedoch mit dem Unterschied, dass diese „Kontrollebene“ durch Software-Code „definiert“ werden kann – Code, der intelligente Funktionen in einem größeren virtuellen Raum bereitstellen soll, bei dem es sich immer noch um einen Server handelt …

… einen nicht-physischen Server in einem Cloud-Rechenzentrum.

Was Sie benötigen, sind wirtschaftliche Argumente, die der Führungsetage die Bedeutung des Netzwerks veranschaulichen. Welches sind also die fünf Unternehmensprobleme, die sich mithilfe von SDN schnell lösen lassen?

1. Standardhardware

SDN ermöglicht es Netzwerkmanagern, die Hardware anzuschaffen, die für die aktuelle Aufgabe das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Anschließend können sie genau die Netzwerksoftware implementieren, die sie benötigen. Anders als bei den monolithischeren Stacks der Vergangenheit entsteht so Freiheit auf ganz neuem Niveau.

2. Änderung und Konfiguration

In älteren Netzwerken mussten Router und Switches manuell konfiguriert und neu konfiguriert werden, um sie a) einzurichten und b) ihre Rollen nach Bedarf zu ändern. Heute kann dies von Systemadministratoren nahezu in Echtzeit durchgeführt werden. Das Unternehmen kann damit schneller reagieren.

3. Automatisierung und Autonomics

Dank neuer Steuerungsoptionen mit Schwerpunkt auf Automatisierung können IT-Mitarbeiter Regeln und Richtlinien festlegen, um bestimmte Kontrollmechanismen für das Netzwerk zu definieren, zu verwalten und auszuführen. Autonomic Computing ist eng mit diesem Bereich verwandt: Probleme können behoben werden, ohne dass Mitarbeiter persönlich vor Ort sein müssen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Umleitung von Datenverkehr bei Engpässen. Das Netzwerk funktioniert besser und es kommt zu weniger Ausfällen oder Serviceunterbrechungen, sodass die Kunden der Firma zufriedener sind.

4. Rentabilität der Priorisierung

Das Netzwerk ist eine komplexe Anordnung von Abläufen, Verbindungen und bereitgestellten Kontrollmechanismen, die gewährleisten soll, dass Daten jederzeit korrekt weitergeleitet werden. Ein stärker softwaredefiniertes Netzwerk kann Anwendungen priorisieren, beispielsweise so, dass sie über verschiedene Cloud-Dienste ausgeführt werden. Das Ergebnis wären weniger Kompromisse bei der Leistung. Ein priorisiertes und optimiertes Netzwerk funktioniert zu Zeiten der höchsten Auslastung und auch insgesamt einfach besser. Das Unternehmen erzielt für jeden Cent, den es in die IT investiert, einen höheren Mehrwert.

5. Agilität, Wichtigkeit und Flexibilität

In einem softwaredefinierten Netzwerk können neue Services deutlich schneller implementiert werden. So wertvoll Legacy-Netzwerke bei der Unterstützung grundlegender Geschäftsfunktionen in vielen Fällen auch sind – bisherige, nicht SDN-basierte Lösungen werden selten mit Flexibilität, Dynamik und Agilität in Verbindung gebracht.

Präsentieren Sie diese fünf Kernvorteile von SDN der Führungsriege Ihres Unternehmens. Wenn Sie nicht die erwünschte Reaktion bekommen, stellen Sie den Mitgliedern beim nächsten Wintereinbruch einen Server ins Büro – denn es ist an der Zeit, dass die Bedeutung des Netzwerks auf allen Ebenen anerkannt wird.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie