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Fünf Zukunftstrends beim Einkauf von Unternehmenstechnologie

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„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Dieses Zitat, das u. a. dem Physiker Niels Bohr zugeschrieben wird, ist ebenso allgegenwärtig wie wahr. Es spiegelt das Verlangen des Menschen wider, die Zukunft vorherzusagen – ein Unterfangen, von dem wir trotz seiner Schwierigkeit nie abgelassen haben. Da es etwas einfacher erscheint, Prognosen über die unmittelbare Zukunft anzustellen, versuchen wir im Folgenden eben das und schildern Ihnen, welche Entwicklungen wir im Bereich der Unternehmenstechnologie in den nächsten zwölf Monaten erwarten.

Das Internet der Dinge

body text image (1)Auch wenn nicht alle es beim gleichen Namen nennen: Derzeit rüsten sich große wie kleine Unternehmen für das „Internet of Things“ – das Internet der Dinge. Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, die kontinuierliche Verbesserung der Datenverarbeitungsleistung und die Optimierung von Software ermöglichen Unternehmen, ihre Umgebungen zu digitalisieren. Dadurch bieten sich vielen von ihnen große Vorteile. Beispielsweise sind eine intensivere Verbindung mit Kunden und Partnern und die Vernetzung Hunderter interner Unternehmensprozesse möglich; zu allen diesen Umgebungen können wertvolle Daten erfasst und durch Analysen und andere Methoden ein tiefer gehendes Verständnis entwickelt werden. Das anvisierte Ziel ist ein besserer Entscheidungsfindungsprozess, auf dessen Basis das Unternehmen souverän in die Zukunft geführt werden kann.

Cloud-Dienste

Auch wenn sie bereits ein Trend von gestern zu sein scheinen – es gibt immer noch sehr viele Unternehmen, die aus verschiedenen Gründen keine Cloud-Dienste nutzen: Kleine Unternehmen bevorzugen es in der Regel, die Kontrolle zu behalten. Große Unternehmen müssen sich zunächst mit der enormen Komplexität und dem Umfang ihrer Infrastruktur auseinandersetzen, bevor sie es in Erwägung ziehen können, die über diese Infrastruktur bereitgestellten Dienste in die Cloud zu verschieben. Die Inanspruchnahme cloudbasierter Dienste und die Konsequenzen einer solchen Entscheidung – die Erschließung einfacherer Migrationsmöglichkeiten zu durchgängigen Lösungen und die Reduzierung von Anschaffungen im Bereich Infrastrukturhardware und -software – sind Schlüsseltrends für die absehbare Zukunft.

Mobile Technologien

Der Anteil der Generation Y – der sogenannten „Millennials“ – an der arbeitenden Bevölkerung nimmt stetig zu, und ihre Ansprüche sind hoch. Diese Mitarbeiter bevorzugen Arbeitgeber, die es ihnen ermöglichen, ihr digital vernetztes Leben jederzeit im Griff zu behalten. Deshalb und weil immer mehr Mitarbeiter ihre eigenen Geräte auch beruflich nutzen, werden immer mehr Unternehmen Produkte und Services einkaufen, mit denen Mitarbeiter zeit- und ortsunabhängig arbeiten können. Dazu gehören Technologien wie diverse mobile Geräte, Systeme zur Verwaltung mobiler Geräte und Endbenutzergeräte. Angesichts der Zugriffsmöglichkeiten auf Unternehmensdaten über Cloudanbindungen und der zunehmenden Abdeckung durch Mobilfunknetze und Wi-Fi-Hotspots zeichnet sich ein langfristiger Trend ab.

Unified Communications (UC)

Wir werden einen kontinuierlichen Anstieg beim Kauf und bei der Bereitstellung von UC-Systemen erleben, bedingt durch die Mobilität und die Zunahme von Anwendungen und Kommunikationskanälen wie beispielsweise sozialen Netzwerken. Angesichts immer fragmentierterer Arbeitsumgebungen müssen Unternehmen diese Kanäle zusammenführen, um eine moderne und reibungslose Kommunikation zu ermöglichen. Projektgruppen können so als virtuelle Teams aus Mitgliedern innerhalb und außerhalb des Unternehmens agieren und optimal zusammenarbeiten. Dafür müssen eventuell neue Telefone und Server angeschafft werden. Zudem ist Software für die Verwaltung und Unterstützung dieser neuen Kommunikationskanäle erforderlich.

Sicherheit in verteilten Umgebungen

Das alte Konzept der Perimetersicherheit zum Schutz des Unternehmensnetzwerks gehört der Vergangenheit an. Stattdessen wird das zunehmend durchlässige und geografisch verteilte Unternehmen immer mehr zur Realität. Als Folge sind Virenschutzsoftware und Firewalls keine geeigneten Lösungen mehr für den Schutz von Daten. Unternehmen suchen vielmehr nach Möglichkeiten, Daten unabhängig vom Standort oder von der Technologie, mit der sie gespeichert, übertragen und verarbeitet werden, zu schützen. Ein großer Kauftrend werden Technologien sein, die richtlinienbasierte Sicherheit für verteilte Daten bieten, z. B. durch die Einschränkung des Zugriffs auf der Basis der Authentifizierung, des Standorts oder der Speicherplattform und die Definition von Attributen wie einem beschränkten Lebenszyklus, die verhindern, dass Informationen in die falschen Hände geraten.

 

 

Manek Dubash

Manek Dubash

Manek Dubash ist Analyst und Technikjournalist mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Mit Schwerpunkt auf Unternehmenstechnologie beschreibt und kommentiert er Themen der Unternehmensinfrastruktur für eine Reihe von Websites mit großem Einfluss auf die Branche. Seine Artikel erscheinen nicht nur in überregionalen Zeitungen, sondern auch in technischen Fachzeitschriften und auf Technik-Websites. Darüber hinaus hatte er leitende Positionen bei größeren, im freien Verkauf vertriebenen Zeitschriften inne – unter anderem war er Chefredakteur beim PC Magazin – und hat für Analyse- und Forschungsdienstleister wie Datamonitor und STL Partners gearbeitet.

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Tags: Cloud, Technologie