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Gute Gründe für softwaredefinierte Rechenzentren

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Der eigentliche Grund, aus dem wir überhaupt begonnen haben, uns eingehender mit den Kanälen und der Architektur eines softwaredefinierten Rechenzentrums auseinanderzusetzen, gerät allerdings sehr leicht in den Hintergrund. Zwar bemühen wir uns sehr, zu erläutern, wie und warum Datenspeicherungs- und Datenverarbeitungsressourcen sowie intelligente Netzwerktechnologie aktuell in einer stärker steuerbaren, definierbaren Umgebung zusammengefasst werden. Eine Frage jedoch haben wir dabei noch nicht betrachtet: Warum genau geht nun heute der Trend hin zu virtualisierteren und stärker abstrahierten Infrastrukturen?

Anwendungen im Mittelpunkt

Letztendlich geht es natürlich um die Anwendungsebene. Unternehmen müssen die Anwendungen bedienen, von denen ihre Geschäftsmodelle abhängen; diese Anwendungen müssen mit uneingeschränkter Kapazität laufen können. Weniger kritische Anwendungen wiederum müssen zumindest mit der effizientesten Kapazität laufen können.

Ziel ist es also im Grunde genommen, eine Umgebung zu schaffen, in der Anwendungen ihre Ressourcen steuern können. Aus praktischer Perspektive ist hier zu bedenken, dass zwar die Netzwerktechniker den tatsächlichen Durchsatz der Ressourcen überwachen; in softwaredefinierten Architekturen wird jedoch die Anwendung wichtiger und ihr kommt in puncto Effizienz eine größere Rolle zu.

Eine neue, dynamische Agilität

GSoftwaredefinierte Rechenzentren stellen eine Infrastrukturebene für Datenverarbeitung bereit, die neue, dynamische Agilität ermöglicht. Die Dynamik ergibt sich aus der Tatsache, dass wir in der Lage sind, sowohl das Netzwerk an sich als auch seine mechanischen Komponenten durch Programmierung zu definieren, einschließlich aller Switches, intelligenter Automatisierungsfunktionen und Verwaltungslösungen.

Eine inhärent vernetzte und elastische Dynamik besteht auch in der Hinsicht, dass ein softwaredefiniertes Rechenzentrum die Konnektivität sowie Aspekte der Sicherheit und die allgemeine Leistungsverwaltung übernehmen kann. Zuvor waren diese Funktionen typischerweise in Form integrierter Hardwarekomponenten implementiert. Heute können sie mit Software realisiert und damit stärker definiert und kontrollierter bereitgestellt werden.

Doch halten wir kurz inne und fragen uns, warum es notwendig ist, stärker zu definieren und zu kontrollieren. Warum genau ist das so vorteilhaft? Weil ein modularer aufgebautes, spezialisierteres, effizienteres und einfacher per Programmierung konfigurierbares Netzwerk es uns ermöglicht, eine Plattform zu schaffen, auf der die Priorität innerhalb des gesamten IT-Stacks auf den Anwendungen liegt. Noch einmal: Es geht vornehmlich um die Anwendungsebene.

Einfach wirtschaftlicher

Es ist eine einfache Frage der Wirtschaftlichkeit: Bringen die Anwendungen bessere Leistung, verbessert sich auch der Kundenservice und die Gewinne steigen.

Wenn Unternehmen daran gehen, die Vorteile softwaredefinierter Rechenzentren für sich zu realisieren, kommt den DevOps-Netzwerktechnikern und -Systemadministratoren eine wesentliche Bedeutung zu. Sie kontrollieren und konzipieren die Datenverarbeitungs-Fabric, auf denen die Geschäftsmodelle der Firmen basieren. Konkret heißt das: Diese Experten müssen verschiedenste elastisch bereitgestellte und intelligent partitionierte Ressourcen in einem dynamisch verwaltbaren Leistungspool zusammenfassen – einem Pool mit einem hohen Maß an Remote-Programmierbarkeit für die fortlaufende Verwaltung.

Keine softwaredefinierten Architekturen ohne Hardware

Selbstverständlich wird ein softwaredefiniertes Rechenzentrum nach wie vor auf Hardware ausgeführt. Tatsächlich haben Hardwarehersteller den Trend erkannt und bauen nunmehr Hardware-Appliances mit der erforderlichen Menge an vorinstallierten, vorzertifizierten, vorkonfigurierten und vorab getesteten Software-Appliances für die Anforderungen der softwaredefinierten Cloud-Computing-Umgebungen, die derzeit in vielen Unternehmen eingerichtet werden.

Im Lichte all der präsentierten Überlegungen können wir unterstellen, dass sich eine bessere Datenverarbeitungsumgebung für Anwendungen schaffen lässt, wenn diese Technologien korrekt umgesetzt werden. Insgesamt ist der Trend immer noch von hoher Komplexität geprägt, doch auf lange Sicht zeichnen sich Vorteile für die Anwendungsebene ab.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie