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Hyperkonvergenz und konvergente Infrastruktur – wo liegt der Unterschied?

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Viele der heutigen Rechenzentren kämpfen mit den Anforderungen eines modernen Unternehmens. Eine veraltete Infrastruktur kommt einfach nicht mit dem zurecht, was von ihr gefordert wird – sie kann langsam, unflexibel und teuer sein, während das Unternehmen genau das Gegenteil fordert.

Außerdem stellen sich Rechenzentren traditionell langsam auf Veränderungen ein; bei ihnen handelt es sich um große, komplexe Umgebungen, die auf eine langfristige Lebensdauer ausgerichtet sind.

Das ändert sich jedoch gerade. Der Wechsel zu einer stärker softwaredefinierten Welt in Verbindung mit der digitale Transformation bedeutet, dass das Rechenzentrum nun zu einem entscheidenden Teil des Unternehmens wird – nämlich zu einem technologischen Hub, der Produktivität, Kosteneinsparungen, Innovationen und vieles mehr ermöglichen kann.

Im Zentrum all dessen stehen zwei riesige Veränderungsfaktoren, welche die Art und Weise, wie die Rechenzentren agieren, grundlegend verändern: Hyperkonvergenz und konvergente Infrastruktur. Obwohl die beiden Konzepte ähnliche Namen tragen und ähnliche Funktionen haben, unterscheiden sie sich.

Was ist Hyperkonvergenz?

Hyper-convergence and converged infrastructure- whats the difference-Body Text ImageIn einer hyperkonvergenten Infrastruktur sind alle notwendigen Komponenten – Netzwerk, Speicher, Rechenleistung – virtualisiert und miteinander integriert. Das Rechenelement, also die Server, war traditionell von den Netzwerk- und Speicherelementen getrennt. Alle Element werden in Form eines einzigen Hardware-Geräts angeboten – eine kleine, aber unglaublich leistungsstarke und intelligente Box. Maßgeblich dabei ist, dass alles von einer einzigen Verwaltungskonsole aus gesteuert wird.

Hyperkonvergenz stellt für die IT eine Umgebung bereit, die erheblich skalierbarer, schneller, robuster und flexibler ist, und außerdem einfacher verwaltet werden kann. Ihr Potenzial ist so groß, dass laut einem Bericht der Enterprise Strategy Group (ESG) 70 % der Unternehmen planen, Hyperkonvergenz einzuführen. Weitere 10 % interessieren sich dafür, ohne konkrete Pläne zu haben. 15 % der Befragten sind bereits auf eine hyperkonvergente Infrastruktur umgestiegen.

Was ist eine konvergente Infrastruktur?

Eine konvergente Infrastruktur vereint ungleichartige Elemente wie Server, Speicher, Netzwerk und Virtualisierung in einem vorkonfigurierten und vorgefertigten Dach. Die Elemente bleiben unabhängig, sind jedoch darauf ausgelegt, gut miteinander zu funktionieren.

Die Vorteile einer konvergenten Infrastruktur umfassen eine um 55 % schnellere Anwendungsentwicklung und um 36 % niedrigere Kosten. Außerdem kommt es zu einer Senkungen der Ausfallzeiten und einer höheren Auslastung der Ressourcen. Die oben erwähnte ESG-Studie zeigte, dass die Übernahme einer konvergenten Infrastruktur über einen höheren Reifegrad verfügt. 32 % der Befragten nutzen diese bereits und weitere 52 % wollen sie in naher Zukunft einführen.

Der Unterschied

Hyperkonvergenz und konvergente Infrastruktur sind sich also ähnlich. Der Hauptunterschied liegt darin, dass sich eine konvergente Infrastruktur auf die vier Kernaspekte eines Rechenzentrums konzentriert, während die Hyperkonvergenz weitere Elemente des Rechenzentrums hinzufügt. Dabei kann es sich um Backup, Replizierung und WAN-Optimierung handeln.

Die konvergente Infrastruktur konzentriert sich stärker auf die Hardware, während die Hyperkonvergenz softwaredefiniert ist; sie spielt eine entscheidende Rolle im softwaredefinierten Rechenzentrum, da die Intelligenz von der Hardware getrennt ist. Dies macht sie flexibler als eine konvergente Infrastruktur. Außerdem lässt sie sich je nach Bedarf einfacher nach oben oder unten skalieren.

Man kann sich die konvergente Infrastruktur als Bausteine vorstellen, die zusammen oder getrennt voneinander genutzt werden können. Bei der Hyperkonvergenz sind diese Elemente eng miteinander integriert und müssen zusammen verwendet werden.

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Steve Evans

Steve Evans

Steve Evans ist freiberuflicher Technikjournalist. Sein Hauptaugenmerk gilt der Frage, inwiefern Unternehmen weltweit von Informationstechnologien beeinflusset werden – vom Untergeschoß bis hin in die Chefetage. Steve arbeitete zunächst als Web-Redakteur bei Computer Business Review (CBR) und hat seitdem zahlreiche Beiträge in anderen Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Computer Weekly, Silicon.co.uk (ehemals TechWeekEurope), ZDNet, SC Magazine UK, Infosecurity Magazine und Capacity Magazine. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Technikjournalist setzt Steve sich mit zahlreichen Themen auseinander, darunter Cloud-Computing, Datensicherheit, Netzwerktechnologie, Speicher und Mobilität.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie