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Was ist ein SDDC und wie kann es Unternehmen helfen?

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Was ist ein SDDC und wie kann es Unternehmen helfen?

 

Seit jeher hat man Hardware schlicht als Hardware betrachtet. Die aktuelle Transformation digitaler Plattformen zwingt uns jedoch dazu, einige elementare Grundprinzipien der Datenverarbeitung zu überdenken.

Natürlich ist Hardware grundsätzlich immer noch Hardware. Der Unterschied besteht jedoch heute darin, dass einige Hardware virtualisiert und über Softwareanweisungen „definiert“ ist. Wenn wir unsere Vorstellung von IT „abstrahieren“ und in softwaredefinierten Strukturen virtualisieren, können wir Maschinen, Agenten, Netzwerksteuerelemente, Server, Massenspeicherblöcke, Anwendungen und letztendlich ganze Rechenzentren konzipieren, die auf intelligenter Software basieren.

Als formalere Definition eines softwaredefinierten Rechenzentrums (Software Defined Data Center, SDDC) bietet sich eine Zusammenfassung der auf TechTarget zu findenden Erklärung an: Ein SDDC bedeutet Netzwerkvirtualisierung, Massenspeichervirtualisierung und Servervirtualisierung.

Bei einer Netzwerkvirtualisierung werden verfügbare Netzwerkressourcen kombiniert, indem die verfügbare Bandbreite in Kanäle aufgeteilt wird. Bei einer Massenspeichervirtualisierung wird physischer Massenspeicher aus mehreren Netzwerkmassenspeichern in einem Pool zusammengefasst, der als ein einziges Massenspeichergerät angezeigt wird. Dieses wiederum wird über eine zentrale Konsole verwaltet. Bei einer Servervirtualisierung werden die Serverressourcen für die Serverbenutzer unsichtbar. Das betrifft auch die Anzahl und Identität der einzelnen physischen Server, Prozessoren und Betriebssysteme. So sinngemäß die Definitionen auf der oben genannten Seite.

Gute Gründe für ein SDDC

Was ist ein SDDC und wie kann es Unternehmen helfen?Der Zeitpunkt für den Einsatz dieser Art von intelligenter Netzwerktechnologie ist heute da. Warum? Weil sich die Technologie selbst so weit entwickelt hat, dass diese IT-Strategie aufgehen kann. Die wichtigsten Anbieter unterstützen jetzt neue Ansätze und offene Netzwerkstandards, damit sie sich umsetzen lässt.

Ausschlaggebend ist, dass diese Technologien heute so weit optimiert wurden, dass sie Betriebsreife erreicht haben. Sie haben sich in Stresstests, Penetrationstests und Zuverlässigkeitstests bewährt. Auf allgemeinerer (und nicht weniger wichtiger) Ebene wurden auch die Methoden für die Bereitstellung von SDDC-Technologien selbst vollständig auf Skalierbarkeit getestet – einer der wichtigsten Vorteile für Unternehmen, die sich für den neuen Ansatz entscheiden.

 

Geschäftsbezogene Gründe

Unternehmen, die sich für eine softwaredefinierte Architektur entscheiden, dürfen erwarten, dass sie ihren Betrieb auf einem Technologie-Stack (aus Softwareanwendungen, Massenspeichern und intelligenter Netzwerktechnologie) aufsetzen können, der sich einfacher an die geschäftlichen Anforderungen anpassen lässt.

Dies ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll. Auch auf betrieblicher Ebene gibt es deutliche Vorteile.

Moderne Webscale-Unternehmen überlasten die Bereitstellungskapazitäten herkömmlicher IT-Abteilungen – einen umfassenderen Überblick über das Netzwerk zu haben und softwaredefinierte Kontrollelemente nutzen zu können, um sich schnell ändernde Anforderungen von Geschäftsbereichen zu erfüllen, ist hier ein großer Fortschritt.

Nach Inbetriebnahme kann ein softwaredefiniertes Rechenzentrum dem Unternehmen Technologieinnovationen zugänglich machen, beispielsweise Virtualisierungs- und Konfigurationsverwaltung für Multi-Cloud-Umgebungen.

Unternehmen, die den Schritt hin zu einer softwaredefinierten Architektur wagen, profitieren von einer zentralisierteren Verwaltung und Kontrolle Ihrer IT-Infrastruktur. Und genau das bedeutet softwaredefiniert – die Möglichkeit zur Steuerung von Ressourcen über zentrale Verwaltungs-Dashboards mit intelligenten Zusatzfunktionen für Bereitstellung, Leistungsanalyse und Kapazitätsplanung.

Softwaredefiniert heißt softwarekontrolliert; und jeder Geschäftsführer möchte doch jederzeit die Kontrolle haben, nicht wahr?

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie