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Längere Lebensdauer für Ihre vorhandene IT-Infrastruktur

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Stellen Sie sich vor, Sie treffen einen Kollegen aus der Branche im Fahrstuhl und werden mit dem folgenden Thema konfrontiert:

“Hallo! Ich wünschte, ich hätte für meinen CEO eine Idee, wie wir die Lebensdauer unserer vorhandenen IT-Infrastruktur verlängern könnten. Die Gesamtbetriebskosten als Kriterium sind nicht mehr zeitgemäß. Wir benötigen grundlegende strategische Maßnahmen und Best Practices.“

Ein schlagendes Argument

Längere Lebensdauer für Ihre vorhandene IT-InfrastrukturSie räuspern sich kurz, machen eine kleine Pause und ziehen dann die Trumpfkarte.

“Entscheidend sind drei Grundpfeiler: Konsolidierung, Virtualisierung und Automatisierung.“

Dann drücken Sie auf die Taste Ihrer Etage und geben Ihrem Gegenüber einen Moment Zeit, um diesen prinzipiellen Gedanken zu verarbeiten. Anschließend erklären Sie ihn.

Regenerierung durch Konsolidierung

Die Serverkonsolidierung ist in jedem Unternehmen ein wichtiger Faktor für den Aufbau einer neuen IT-Infrastruktur mit geringeren Betriebskosten und längerer Lebensdauer. Die Verschiebung von Rechenlasten von veralteten Servern auf Rechner mit Multi-Core-Prozessoren, besserem RAM, besseren physischen Hardwareverbindungen und niedrigerem Stromverbrauch ist ein spürbarer Fortschritt auf dem Weg hin zu einer zuverlässigen Infrastruktur.

Bei der Serverkonsolidierung geht es jedoch nicht nur um Upgrades. Die zentrale Idee ist die Verbesserung der Hardwareauslastung. Das bedeutet, dass Unternehmen mit der für die jeweilige Rechenlast optimalen Anzahl bereitgestellter Ressourcen (mit jeweils maximaler Kapazitätseffizienz) arbeiten sollten. Alle zusätzlichen Ressourcen sind überflüssig und bedeuten unnötige Ausgaben, die sich negativ auf die Lebensdauer der Infrastruktur auswirken.

Erfolg mit Virtualisierung 

Die Virtualisierung ist eine weitere Manifestation des Trends hin zum Cloud-Computing-Modell mit servicebasierter Anwendungsverarbeitung und Massenspeicherbereitstellung.

Das Thema hat aber auch tiefer gehende Aspekte im Hinblick auf die Infrastruktur. Physische Server selbst werden zu virtuellen Servern, die innerhalb einer größeren Hardwareeinheit (in einer lokalen privaten Cloud) geschaffen und extern (als öffentliche Cloud-Instanzen) oder als hybride Cloud bereitgestellt werden.

Virtualisierung ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer Infrastruktur mit langer Lebensdauer.

Faktorenkontrolle und Automatisierung

Automatisierung und Remote-Verwaltung sind eng mit den Virtualisierungsmethoden und der Serverkonsolidierung in der Cloud verknüpft. Einfach ausgedrückt geht es darum, dass sich Elemente der IT-Infrastruktur von geschulten Administratoren über eine zentrale Verwaltungskonsole einrichten, bereitstellen, neu zuweisen, optimieren und schlussendlich auch abschalten lassen sollen.

Was das bedeutet: Implikationen und Zuständigkeiten

Neue Ansätze für eine konsolidierte Virtualisierung auf der Basis intelligenter Automatisierung entstehen nicht ohne Planung. Um die Lebensdauer der existierenden IT-Infrastruktur eines Unternehmens zu verlängern, muss eine neue Unternehmensplattform konzipiert werden. Neue Standards für IT-Verwaltungstools müssen geschaffen werden, geschäftliche und technische Faktoren müssen dokumentiert und operative Empfehlungen für Sicherung und Wiederherstellung sowie für die Sicherheit müssen gemeinsam erarbeitet und beschlossen werden.

Wenn wir wieder an die kleine Szene im Fahrstuhl zurückdenken, könnte eine etwas längere Fassung Ihres schlagkräftigen Arguments so aussehen: „Entscheidend sind drei Grundpfeiler: Konsolidierung, Virtualisierung und Automatisierung mithilfe toolbasierter Methoden auf der Basis von Kennzahlenmanagement und Bereitstellungsverfahren, die eine Maximierung der Investitionsrendite zu jedem Zeitpunkt gewährleisten.“

Allerdings ist dieser Satz schon recht lang als Einstieg. Nutzen Sie also lieber unseren ersten Vorschlag und gehen Sie erst danach wie oben beschrieben mehr ins Detail.

 

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie