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Offenheit als Weg zum Erfolg: Drei Beispiele dafür, dass offene Standards die Zukunft sind

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Eine der einschneidendsten Veränderungen der letzten zehn Jahre im Bereich der IT-Bereitstellung war die Entstehung eines offeneren Ansatzes

Vor nicht allzu langer Zeit basierten viele Unternehmenssysteme noch auf einem einheitlichen Architekturmodell. Dieser Ansatz geht auf die Epoche der Mainframes zurück, als sich die IT-Bereitstellung in Unternehmen auf einen Anbieter beschränkte.

Offen vs. proprietär: ein Vergleich

Offenheit als Weg zum Erfolg: Drei Beispiele dafür, dass offene Standards die Zukunft sindEs gab gute Gründe für diese Ausrichtung auf einen einzigen Anbieter. Heterogene Systeme waren schwieriger zu verwalten. Zudem waren sie unter Umständen mit höheren Kosten verbunden und boten einen eingeschränkten Funktionsumfang. Der moderne Ansatz besteht darin, erstklassige Produkte auf der Basis offener Standards in das Firmennetzwerk zu integrieren. Ein Beispiel hierfür ist die Dominanz von Apache auf dem Markt für Web-Server. Der Organisation ist es gelungen, proprietäre Angebote an den Rand zu drängen.

“Es ist kein großes Geheimnis, dass der Verkauf proprietärer Lösungen lukrativer ist als der von offenen, standardbasierten Lösungen“, erklärt Dr. Donald Ferguson, Vice President und CTO der Dell Software Group. „Aber es ist auch bekannt, dass proprietäre Lösungen nicht immer im besten Interesse des Kunden sind. Unserer Ansicht nach basieren die technisch raffiniertesten und leistungsstärksten IT-Umgebungen der Welt auf offenen Standards. Sie sind nicht nur die effizientesten, sondern auch die effektivsten Systeme. Offene Standards sind eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung innovativer Lösungen, die überlegene Funktionen und einen hohen Mehrwert bieten.“

Die Ergebnisse dieser Entwicklung sind in den verschiedensten Bereichen erkennbar. Eines der offensichtlichsten Beispiele sind Servermanager, die bei der Serverkonfiguration von offener Software profitieren. Ein Hardwareanbieter, der seinen Kunden nur sehr begrenzte Wahlmöglichkeiten bietet, könnte heute nicht lange auf dem Markt bestehen.

Netzwerktechnologie

Eine der ersten Wahlmöglichkeiten bietet Open Networking. Es fußt auf denselben Prinzipien, die bereits die Serverbereitstellung von Grund auf verändert haben: die Verbindung verschiedenster Produkte auf effizientere Art und Weise. Dell war mit seiner Open-Networking-Initiative Vorreiter auf diesem Gebiet und ermöglichte Kunden, das Betriebssystem für ihre Netzwerkhardware frei zu wählen. So waren sie nicht länger auf proprietäre Lösungen eines einzigen Anbieters angewiesen.

Aber nicht nur der Netzwerkbereich hat von dem offenen Ansatz profitiert. Viele Cloud-Bereitstellungen basieren auf der OpenStack-Umgebung, die Cloud-Managern den Aufbau eines heterogenen, offenen Systems für die Cloud-Bereitstellung ermöglicht. OpenStack ist ein Gemeinschaftsprojekt vieler verschiedener Anbieter. Ihr Ziel: eine geeignete Lösung für die Entwicklung von Cloud-Umgebungen. Bereits in kurzer Zeit hat sich OpenStack als das Standardsystem für offene Clouds etabliert.

Der Aufstieg der intelligenten Geräte

In Zukunft werden sich weitere Möglichkeiten für die Etablierung offener Standards ergeben. Das sogenannte „Internet der Dinge“ stellt eine der grundlegendsten Veränderungen dar, die der Branche bevorstehen. In ihm werden zukünftig mehr Geräte über eine eigene Netzwerkpräsenz verfügen. Für diese neue Art von intelligenten Geräten gab es zunächst keinerlei Standardisierung. Aus diesem Grund gründeten Samsung, Dell und Intel 2014 gemeinsam das Open Interconnect Consortium, um für diese neue Technologie offene Standards zu entwickeln.

Dies sind nur drei Beispiele, die zeigen, dass Organisationen in Unternehmensumgebungen bereits jetzt auf offene Standards vertrauen – viele weitere Beispiele werden noch folgen. CIOs müssen heute einen flexibleren Ansatz verfolgen, der über proprietäre Systeme hinausgeht: Anbieterbindung oder begrenzte Verfügbarkeit sind keine Modelle für die Zukunft.

 

 

Maxwell Cooter

Maxwell Cooter

Max ist ein freiberuflicher Journalist, der über eine große Bandbreite von IT-Themen schreibt. Er war Gründer und Herausgeber von Cloud Pro, einer der ersten Publikationen, die sich speziell mit der Cloud beschäftigten. Darüber hinaus war er Gründer und Herausgeber von Techworld (IDG) und davor Redakteur bei Network Week. Seine Beiträge wurden in IDG Direct, dem SC Magazine, in Computer Weekly, in Computer Reseller News, dem Internet Magazine, der PC Business World und vielen weiteren Publikationen veröffentlicht. Darüber hinaus trat er bei vielen Konferenzen als Redner auf und hat als Kommentator für die BBC, ITN und den Computer-Fernsehkanal CNBC gearbeitet.

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Tags: Software, Technologie