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Optimale Cloud-Implementierung in Unternehmen

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Optimale Cloud-Implementierung in Unternehmen

 

Erst Prozess, dann Technologie

Im heutigen Zeitalter der Automatisierung könnte man meinen, dass die menschliche Arbeitskraft völlig verzichtbar sei. Wir haben Selbstbedienungskassen in Supermärkten, passieren automatische Schranken in Bahnhöfen und irgendwann in der Zukunft sind es nicht mehr Taxis, in die wir steigen, sondern selbstfahrende Autos.

Auch die Erfindung der Cloud zählt zu diesen technologischen Entwicklungen. Die zunehmende Automatisierung ersetzt mitunter auch den Eingriff des Menschen. Doch mit der Einführung der Cloud verliert die Rolle des Menschen keineswegs an Bedeutung. Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall und es muss genauer darauf geachtet werden, wie Mitarbeiter arbeiten und miteinander interagieren.

Prozesse oder Technologie?

Werfen wir einen Blick auf die Zahlen von IDC. Das Marktforschungsunternehmen hat verschiedene Einstellungen zur Cloud-Migration untersucht und wollte wissen, was sie für Unternehmen bedeutet. Die Ergebnisse waren eine große Überraschung für alle, die dachten, Technologie sei der entscheidende Faktor bei der Implementierung einer Cloud.

Die Umfrage zeigt: 35 % meinen, es komme vor allem auf die richtige Struktur und den richtigen Prozess an, und 27 % denken, der Erfolg des Projekts hänge von den richtigen Mitarbeitern ab. Vergleichsweise wenige, nur 22 %, finden, für eine erfolgreiche Cloud-Implementierung sei die richtige Technologie ausschlaggebend.

Weiterhin Raum für menschliche Arbeitskraft

Optimale Cloud-Implementierung in UnternehmenIn sehr vielen Bereichen ist die Beteiligung des Menschen wichtig. Bei der Nutzung der Cloud muss ein viel stärkeres Augenmerk auf Servicestufenvereinbarungen gelegt werden – oder genauer auf die Art und Weise, wie diese aufgestellt und überwacht werden.  Anwälte wurden noch nicht durch Maschinen ersetzt und in diesem Bereich sind Bestimmungen und Leistung sehr wichtig.

Auch bei der Rechnungsstellung gibt es ein Problem: Sie wird zwar automatisiert, doch die Einrichtung der richtigen Prozesse erfordert eine umfassende Vorarbeit. Zusätzlich möchten viele Organisationen Chargeback-Optionen bereitstellen, damit jede Abteilung für ihre Nutzung separat zahlen kann – ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Änderungen, die bei der Umstellung auf eine cloudbasierte Bereitstellung nötig sind.

Ist es sinnvoll, mehrere Clouds zu implementieren?

Auch das Interesse an Multi-Cloud-Bereitstellungen steigt – eine naheliegende Lösung angesichts der Tatsache, dass hybride Bereitstellungen immer beliebter werden. In einem solchen Fall haben Organisationen die Möglichkeit, die für ihre Anforderungen am besten geeignete Implementierung zu wählen, ganz gleich, ob es sich dabei um eine öffentliche oder private Cloud handelt.

Es ist dabei jedoch umso wichtiger, dass die Cloud-Bereitstellung alle Anforderungen der Organisationen erfüllt. Es muss sichergestellt werden, dass die technischen Voraussetzungen gegeben sind, die Sicherheitsprozesse genügend Schutz bieten und die Cloud-Lösungen verschiedener Anbieter in derselben Form bereitgestellt werden können, damit Einheitlichkeit in der gesamten Infrastruktur gewährleistet ist. Werden beispielsweise Rechenlasten auf die gleiche Art und Weise gemessen? Gibt es ein Standardformat für die Rechnungsstellung? Ist der Berechnungsansatz bei Datenverarbeitungsbereitstellungen immer gleich?

Diese Fragen sind wichtig, denn im Zuge der Automatisierung sollten die Parameter für alle dieselben sein. Alle Geschäftsprozesse müssen auf diese Aspekte hin ausgerichtet sein, damit das Unternehmen imstande ist, die beachtlichen Veränderungen, die durch die Cloud herbeigeführt werden, zu bewältigen.

Bei einer Cloud-Implementierung geht es zwar letzten Endes darum, Prozesse zu automatisieren, doch damit dies gelingen kann, ist zunächst viel menschliche Arbeit erforderlich. Für die Arbeitskraft des Menschen gibt es keinen Ersatz.

 

 

Maxwell Cooter

Maxwell Cooter

Max ist ein freiberuflicher Journalist, der über eine große Bandbreite von IT-Themen schreibt. Er war Gründer und Herausgeber von Cloud Pro, einer der ersten Publikationen, die sich speziell mit der Cloud beschäftigten. Darüber hinaus war er Gründer und Herausgeber von Techworld (IDG) und davor Redakteur bei Network Week. Seine Beiträge wurden in IDG Direct, dem SC Magazine, in Computer Weekly, in Computer Reseller News, dem Internet Magazine, der PC Business World und vielen weiteren Publikationen veröffentlicht. Darüber hinaus trat er bei vielen Konferenzen als Redner auf und hat als Kommentator für die BBC, ITN und den Computer-Fernsehkanal CNBC gearbeitet.

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Tags: Cloud, Technologie