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Stolpern IT-Manager über die Komplexität ihrer eigenen Systeme?

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Wie Unternehmenssysteme heute funktionieren

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Wer im Bereich Technologie arbeitet, wird Fragen wie die folgenden in der Regel nicht mehr hören können: „Sind Sie nicht in der IT tätig? Können Sie sich das vielleicht mal anschauen?“ Im Anschluss werden Technikspezialisten oft mit eigenartigen und wundersamen Phänomenen konfrontiert, die sie noch nie zuvor gesehen haben, für die sie aber dennoch eine Lösung an der Hand haben sollen.

Viele IT-Mitarbeiter kennen dieses Gefühl. Jedoch ist es jetzt ihr eigener Arbeitsplatz, der komplett umgestaltet wird, weil Geschäftsleiter moderne Technologien zur Effizienzsteigerung einführen möchten. Dabei war alles einmal so einfach: Man kannte seine Systeme bis ins Detail – die Server im Rechenzentrum, die Massenspeicher-Racks, die Funktionsweise von Windows Server. Das Layout der Verkabelung auf allen Etagen war einem jederzeit präsent und man kannte die Windows-Computer aller Mitarbeiter ebenso wie die Unternehmenssoftware, die man selbst installiert hatte und selbst verwaltete.

Abschied von der Vertrautheit

Stolpern IT-Manager über die Komplexität ihrer eigenen Systeme?Doch das Altvertraute ist jetzt zum Hemmschuh geworden: Die Server sind nicht ausgelastet und ihre Wartung ist kostspielig. Die veraltete Software verfügt nicht über den Funktionsumfang neuerer, cloudbasierter Lösungen, die flexibler sind und tendenziell eher das bieten, was Geschäftsleiter sich wünschen. Als Folge dieser Entwicklung ist die sogenannte Schatten-IT entstanden, bei der Softwareentscheidungen außerhalb der IT-Abteilung getroffen werden – während von den technischen Mitarbeitern dennoch erwartet wird, die neuen Anwendungen zu integrieren, für sie Support zu leisten und alle sicherheitsrelevanten Aspekte zu berücksichtigen.

Eine effiziente Umgebung kann so nicht entstehen: Aus einem IDG Bericht vom August 2015 geht hervor, dass das IT-Personal 75 % seiner Zeit mit der Aufrechterhaltung des Betriebs und der Wartung von Systemen zubringt, sowie damit, sicherzustellen, dass Mitarbeiter ihre Aufgaben erledigen können. Das bedeutet, dass nur sehr wenig Zeit für die Planung und Auswahl der besten Technologie bleibt.

Neue Fähigkeiten

Für die Implementierung neuer Technologien sind neue Fähigkeiten gefordert: Unternehmen möchten immer mehr über ihre Kunden erfahren und zu diesem Zweck bessere Analysetools, CRM-Anwendungen für eine bessere Interaktion mit den Kunden sowie verschiedenste interaktive Kommunikationsmethoden implementieren. Vor nicht allzu langer Zeit war der Brief das einzige Kommunikationsmittel. Heute erhalten Unternehmen über soziale Netzwerke sofort Rückmeldungen und IT-Teams müssen mit dieser bidirektionalen Kommunikation umgehen können.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass IT-Mitarbeiter angesichts der Komplexität moderner Systeme oft nicht weiterwissen. Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass Technologien aufgrund dieser Komplexität ins Abseits gedrängt werden, obwohl sie Unternehmen in der heutigen Welt viele Vorteile bieten würden. Für die Mitarbeiter wäre dies ein beträchtlicher Nachteil.

Lösung in Sicht

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen. Es existieren bereits Systeme, mit denen sich der Aufwand auf mehrere Schultern verteilen lässt. Cloud-Umgebungen beispielsweise sollten nicht als Herausforderung angesehen werden, sondern als Möglichkeit zur Optimierung von Geschäftsabläufen: Es gibt keinen Grund, vor Big Data Angst zu haben. Schließlich ermöglicht die Technologie es Unternehmen, sich ein klares Bild der Kundenanforderungen zu machen. Auch in puncto Datensicherheit gibt es zahlreiche Wege, Cyberkriminelle auf Distanz zu halten.

Die Herausforderung besteht darin, von Anfang an umsichtig zu planen und so ein System aufzubauen, das die wahrhafte Flut von Änderungen souverän bewältigen kann. Machen Sie sich Leitprinzipien zu eigen und scheuen Sie sich nicht davor, alles zu verwerfen, was nicht in Ihre Strategie passt. Mit Sicherheit möchten Sie nicht derjenige sein, der an alten Methoden festhält, auch wenn diese sich schon längst als nicht mehr zeitgemäß erwiesen haben. Moderne Manager zeichnen sich durch ihre Innovationsfähigkeit aus.

 

 

Maxwell Cooter

Maxwell Cooter

Max ist ein freiberuflicher Journalist, der über eine große Bandbreite von IT-Themen schreibt. Er war Gründer und Herausgeber von Cloud Pro, einer der ersten Publikationen, die sich speziell mit der Cloud beschäftigten. Darüber hinaus war er Gründer und Herausgeber von Techworld (IDG) und davor Redakteur bei Network Week. Seine Beiträge wurden in IDG Direct, dem SC Magazine, in Computer Weekly, in Computer Reseller News, dem Internet Magazine, der PC Business World und vielen weiteren Publikationen veröffentlicht. Darüber hinaus trat er bei vielen Konferenzen als Redner auf und hat als Kommentator für die BBC, ITN und den Computer-Fernsehkanal CNBC gearbeitet.

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Tags: Data Center, Technologie