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Transformation des Rechenzentrums: der nächste große Schritt

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Während des PC-Booms der 1980er Jahre und der dazugehörigen „Client-Server“-Revolution hätte sich wohl niemand vorstellen können, dass es eines Tages spezielle News-Webseiten und sogar Nutzermagazine geben würde, die sich mit dem Rechenzentrum und seiner zentralen Rolle im Computeruniversum des 21. Jahrhunderts befassen.

Aber es konnte ja auch niemand die Entwicklung von Smartphones und Tablets vorhersehen. Niemand hätte sich den Einfluss ausgemalt, den das aufkommende World Wide Web (wie wir es damals noch nannten) bald auf unsere Welt haben sollte. Und niemand hätte damit gerechnet, dass Software, Datenverarbeitungskapazität und Speicherplatz in großem Umfang als Services bereitgestellt würden.

Optimierung des operationellen Betriebs

Das moderne Rechenzentrum, wie wir es heute kennen, bietet IT-Managern ungeahnte neue Möglichkeiten, ihren Betrieb auf eine leistungsstarke, optimierte Grundlage zu stellen. Technologien wie das Softwaredefinierte Networking (SDN) und die Network Function Virtualization (NFV) haben genauso tiefgreifende Auswirkungen gehabt wie Container, Microservices und neue Methoden der Datenabstraktion.

Unternehmen können nun die Effizienzen der Rechenzentren zur Optimierung nutzen, indem sie aufwendige Investitionsprozesse (CapEx) durch neue, flexiblere Abläufe ersetzen, die den operativen Betrieb in den Mittelpunkt stellen und Anschaffungen als laufende Kosten finanzieren (OpEx). Das Ergebnis ist ein flexibles Unternehmen, das dank eines agilen IT-Stacks schneller und einfacher auf Veränderungen reagieren kann. Und was kommt als Nächstes?

Die künftigen Rechenzentren

Body Text ImageDie nächste Generation der Rechenzentren wird viel Aufmerksamkeit auf ökologische Faktoren richten – so beispielsweise auf die Power Usage Effectiveness (PUE), mit der der effiziente Einsatz von Energie gefördert werden soll. Außerdem wird es um die Themen Kontrolle, Compliance und Datensouveränität gehen. Schließlich schreibt uns die sich wandelnde politische Landschaft oftmals vor, wo und wann wir unsere Technologie entwickeln – wenngleich sie nicht spezifiziert, welche Technologie warum und wie entwickelt werden soll.

Wenn wir unter technischen Gesichtspunkten die Entwicklung bis 2020 und darüber hinaus betrachten, erwarten wir, dass Rechenzentren den Einfluss der Hyperkonvergenz spüren werden. Wie Forbes erläutert, ist „Hyperkonvergenz eine softwarezentrierte IT-Infrastruktur, bei der die Ressourcen für Verarbeitung, Speicherung, Networking und Virtualisierung in Standard-Hardware mit Management-Tools gepackt werden, die wir Menschen gemeinhin Server nennen.“

Hyperkonvergenz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie moderne Abstraktionstechniken im Rechenzentrumsbetrieb implementiert werden, um unternehmensweite Systeme mit der vom Verbraucher erwarteten Nutzerfreundlichkeit bereitzustellen.

Das ist Ausdruck eines umfassenderen Trends. Wir werden künftig sehen, wie immer mehr technische Laien direkter mit den Mechanismen des Rechenzentrums zu tun haben. Alle Nutzer werden enger an den Kern der Daten heranrücken, ein Trend der jeden quasi zum Entwickler macht. Gleichzeitig rücken das Edge Computing und das Internet der Dinge die Rechenzentren zunehmend „an den Rand“ – nämlich dorthin, wo die Daten generiert werden.

Auf einer noch tieferen Ebene werden Zeitreihendaten immer wichtiger werden, und die Datenherkunft wird die strategische IT-Planung beeinflussen.

Feinabstimmung des künftigen Rechenzentrums

Wir haben das letzte Jahrzehnt damit verbracht, das Rechenzentrum zu optimieren. Und wir werden die nächsten zehn Jahre damit verbringen, seinen Betrieb noch weiter zu optimieren – für größere Dateneffizienz, ein besseres Kosten-Leistungs-Verhältnis und intensivere Kontrollfunktionen, deren Ergebnisse zu intuitiven Anwender-Dashboards und Managementkonsolen zusammengefasst werden.

Rechenzentrumsmanager werden nicht nur für sicheren In- und Output (I/O) sorgen. Sie werden sich auch um die Optimierung von I/O-Pfaden, neue Toleranz- und Resilienz-Benchmarks und ausgereiftere Versionskontrollen kümmern. Das Rechenzentrum der Zukunft wird neben dem der Gegenwart aussehen wie ein Formel-1-Wagen neben einer überraschend geräumigen Familienlimousine von heute – so nützlich diese nach heutigen Standards sein mag.

Erfahren Sie mehr darüber, wie künftige Rechenzentren und konvergente Infrastrukturlösungen Ihrem Unternehmen Vorteile verschaffen können.

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Konvergente Infrastruktur, Technologie