Home » Technologie » Data Center » In Zukunft wird Datenverarbeitung unsichtbar sein

In Zukunft wird Datenverarbeitung unsichtbar sein

Tech Page One

In Zukunft wird Datenverarbeitung unsichtbar sein

 

In Zukunft werden unsere Computer unsichtbar werden. Diese Vorhersage soll nicht heißen, dass unsere Tastaturen und Geräte verschwinden werden, weil wir nur noch auf Spracherkennung und holografische Displays setzen, die unsere Gesten und Stimmungen erkennen können. Dies wird sicherlich ebenfalls kommen, aber dieser Artikel dreht sich nicht in erster Linie um dieses Thema. Fangen wir also noch einmal von vorn an.

In Zukunft werden unsere Computer insofern unsichtbar, als dass die Unterscheidung und Abgrenzung zwischen Hardware, Software und Netzwerkintelligenzkomponenten zunehmend verschwimmt und austauschbar wird.

Abstrahierte Virtualisierungen physischer Geräte

In Zukunft wird Datenverarbeitung unsichtbar seinWodurch wird diese neue Form der Datenverarbeitung vorangetrieben? Die Antwort darauf ist einfach und komplex zugleich.

Durch das Aufkommen und die nachfolgende Evolution von softwaredefinierter Informationstechnologie stehen uns große „Blöcke“ an IT-Kapazitäten zur Verfügung, die wir nutzen können, um neue Computer zu „beschreiben und zu entwerfen“, wobei diese Computer in Wirklichkeit abstrahierte Virtualisierungen ihrer physischen Vorbilder sind.

Das Technologieanalystenunternehmen IDC weist darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen verschiedenen Hardwarekomponenten – Servern, Massenspeicher und Netzwerktechnologie – schon bald erheblich aufgeweicht wird.

„Das Bestehen auf proprietären Architekturen in einer solchen Umgebung wird schon bald problematisch werden, da solche Architekturen entweder für den Kunden ausgesprochen teuer im Vergleich zu offenen Lösungen oder für Anbieter ausgesprochen teuer in der Entwicklung und Bereitstellung werden“, so IDC.

Die Nutzung von „Merchant Silicon“ ist längst Realität

In Bezug auf die Wettbewerbssituation müssen sich Akteure, die proprietäre Technologien nutzen, wahrscheinlich in einem sehr viel schmaleren Nischenmarkt von der Konkurrenz abheben. Die Nutzung von „Merchant Silicon“ ist längst Realität und laut IDC werden in naher Zukunft Netzwerkknoten-Designs als Open Source frei verfügbar werden (einige Open-Source-Designs existieren bereits).

Wie Greg Ferro erklärt, ist „Merchant Silicon“ ein Marketingbegriff, der die Nutzung handelsüblicher Komponenten zur Schaffung eines Netzwerkprodukts (oder sonstigen Datenverarbeitungsprodukts) bezeichnet. Dieser Begriff wird häufig von einem Unternehmen verwendet, das seine eigenen Computerchips entwickelt und zu vermitteln versucht, dass der eigene Prozess besser und effizienter ist.

Wohin führt uns die „Netzwerkmodernisierung“?

Also wohin werden uns diese neuen Realitäten bei der Netzwerkgestaltung führen? Wir wissen, dass der Wettbewerb zwischen Netzwerkbetriebssystemen in vollem Gang ist. Die für den Netzwerkbetrieb angewandten Methoden befinden sich im Wandel und dieser wurde durch softwarezentrierte Automatisierung und Offenheit angestoßen – das ist eine grundlegende Tatsache, die wir akzeptieren müssen.

Die aktuellen Veränderungen in puncto Netzwerkbetrieb führen dazu, dass Netzwerke und die Technologien, die sie unterstützen und auf denen sie basieren, ein stärker integrierter Teil der neuen integrierten IT-Infrastruktur werden.

Im Hinblick auf die weitreichende Bereitstellung dieser Technologien stehen wir noch relativ am Anfang, doch das ist genau der Grund, warum wir dieses Thema heute besprechen. Wenn wir Stufe 2.0 des softwaredefinierten Netzwerks erst erreichen, können wir einen hervorragenden Implementierungskreis aufbauen, der durch den Austausch von Best Practices sowie die breite Entwicklung gemeinsamer und allgemein akzeptierter Branchenstandards unterstützt wird.

Doch im Moment besteht unsere Aufgabe erst einmal darin, die kommenden Netzwerkveränderungen anzunehmen, einzuplanen und zu nutzen.

 

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

Neueste Beiträge:

 

Tags: Data Center, Technologie