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7 Unternehmensfragen, die mit Software-Defined Networking beantwortet werden können

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Heute werden erfolgreiche moderne Computerumgebungen durch folgende Eigenschaften charakterisiert: ihre Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen, ihre geschichtete Konnektivität und ihre Fähigkeit, eine abstrahierte und komponenten-bezogene, servicebasierte Architektur auszuführen, die zu einer beinahe unendlichen Anzahl an Varianten rekonfiguriert werden kann. Die Rechenleistung, um Veränderungen zu steuern und eine zentrale Feinabstimmung durchzuführen, stellt das Hauptargument für die Nutzung softwaredefinierter Netzwerke (Software-Defined Networking, SDN) dar.

Da Netzwerke entkoppelt, zunehmend Cloud-zentriert und in vielen Fällen von automatisierter Intelligenz unterstützt werden, bewegen wir uns von der Idee der isolierten Strukturen weg, die vor dem Jahrtausendwechsel noch relativ gängig war. Da softwaredefinierte Netzwerke heute florieren und sich zunehmend weiterentwickeln, können wir die zentralen Herausforderungen benennen, für die sie Entscheidungsträgern aus IT und Unternehmen Lösungen bereitstellen.

  1. KOSTEN — SDN kann eine sofortige Auswirkung auf den Gewinn haben und einige Open-Source-Elemente stehen sogar kostenfrei zur Verfügung. Ein wesentlicher Faktor ist, dass SDN eine Verschiebung von einem auf Investitionskosten (CapEx) basierenden Betriebsablauf hin zu einem auf Betriebskosten (OpEx) basierenden Betriebsablauf bedeutet. Das Unternehmen wird von der Last befreit, im Voraus Investitionen für Hardware in Form von Servern, Routern, Switches und anderen Networking-Komponenten leisten zu müssen, da diese Elemente „je nach Bedarf“ dienstleistungsbasiert beschafft werden, und zwar nur in dem Ausmaß, indem sie auch tatsächlich (oder in diesem Fall virtuell) benötigt werden.
  2. Body Text ImageISOLIERUNGSPROBLEME – Ein SDN-Anbieter kann einen virtuellen Computer oder einen kompletten virtuellen Server über verschiedene softwarebasierte Methoden isolieren. Die Trennung von Ressourcen kann es einfacher machen, Computing-Ströme zu trennen, um die bimodale IT zu vereinfachen, und kann auch dabei helfen, erfolgskritische oder sensible Daten bei Bedarf zu isolieren.
  3. FACHKRÄFTEMANGEL — In einer SDN-Umgebung können wir bei der Effizienz im Kompetenzmanagement ein viel höheres Niveau erreichen. Wie das Marktforschungsunternehmen IDC deutlich macht, benötigten traditionelle Netzwerkumgebungen für ihren Betrieb hochqualifiziertes, spezialisiertes Personal. In der ICT-Umgebung, die von den Anforderungen der dritten Plattform bestimmt wird, wird die gesamte Infrastruktur idealerweise als ein zusammenhängender Raum verwaltet, basierend auf Anwendungsleistung und Bedarf.
  4. AUSFALLZEITEN — Da SDN funktioniert, indem es die meisten technischen, im Netzwerk erforderlichen Netzwerkgeräte virtualisiert, können wir Upgrades, Wartungsarbeiten und Erweiterungen viel schneller vornehmen als dies innerhalb der traditionellen technischen Umgebung eines zentralen Rechenzentrums oder eines anderen Standortes der Fall ist. Wir können außerdem zu jeder Zeit eine Momentaufnahme der Konfiguration anfertigen, wodurch die Gewährleistung der Sicherheit und die Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery) erleichtert werden.
  5. ERWEITERBARKEIT — SDN ermöglicht es uns, eine neue Dimension der Erweiterbarkeit zu erreichen. IT-Manager hatten es in der Vergangenheit oft schwer, wenn sie versuchten, den Umfang der Betriebs-Hardware- und der Software-Stacks zu erweitern, da es an Standards fehlte, unzureichende Informationen hinsichtlich des Verkehrsflusses im Netzwerk vorlagen und bestehende, ältere Systeme eigene Einschränkungen verursachten. SDN eröffnet neue Kanäle über Webdienste, von denen viele Programmierschnittstellen (APIs) verwenden, um sich mit der übrigen Welt zu verbinden.
  6. MANAGEMENT — Über SDN ist eine neuartige Methode des virtuellen Networking-Managements möglich, da die Modifizierung der physikalisch vorhandenen Netzwerkgeräte damit der Vergangenheit angehört. Spezialisierte Management-Tools in Rechenzentrumsnetzwerken ermöglichen ein neues Ausmaß der Feinabstimmung, die teilweise unter vorprogrammierten Automatisierungsrichtlinien, basierend auf festgelegten Netzwerkbetriebsparametern, ausgeführt wird.
  7. EINE NEUE OFFENHEIT — Unternehmen können es sich nicht länger leisten, nur mit den eigenen geschlossenen Technologie-Stacks der Vergangenheit zu arbeiten. Wie das Marktforschungsunternehmen IDC betont, muss in Netzwerken auf Offenheit gesetzt werden. Und das sollte nicht einfach nur der Offenheit halber geschehen, sondern um von Innovationen und modernen Architekturen profitieren zu können, mit denen die Rolle von Netzwerken verändert werden kann: Statt lediglich der Konnektivität im Unternehmen zu dienen, sollen sie auch geschäftliche Ziele unterstützen.

Software-Defined Networking (SDN) stellt eine grundlegende Veränderung zum Positiven dar, in Bezug auf die Art und Weise, wie IT-Abteilungen ihr Computing-Backbone für einen höheren geschäftlichen Wirkungsgrad betreiben und benutzen können, was letztendlich zu einer verbesserten finanziellen Rentabilität führen kann.

 

Adrian Bridgwater

Adrian Bridgwater

Adrian ist Technikjournalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Journalismusbranche. Vorrangig hat er sich mit der Erstellung von Nachrichtenanalysen im Bereich der Softwareentwicklung beschäftigt; in unserer sich ständig verändernden Medienwelt ist er aber auch Analyst, Technik-Evangelist und inhaltlicher Berater. Während der letzten zehn Jahre hat er sich großenteils auch auf Themen wie Open Source, Datenanalyse und -aufbereitung, Cloud Computing, Mobilgeräte und Datenmanagement konzentriert.

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Tags: Unternehmen der Zukunft